Sonntag, 3. Januar 2016

Silvesterlauf und weiter geht's

Ein frohes Neues Jahr zunächst allen Lesern, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für Eurer Interesse an meinem Geschreibsel. Immer wieder, wie auch in Werl/Soest werde ich auch unterwegs von mir unbekannten Lesern angesprochen, ich freue mich sehr darüber. Zeigt es mir doch, dass meine Gedanken und Empfindungen uns allen nicht so fremd sind und so manche sich wiedererkennt oder vielleicht sogar wiedererkennen möchte. Ich werde versuchen, in diesem Jahr wieder wöchentlich meine Trainingspläne und deren Umsetzung zu veröffentlichen, bis hin zur TorTour de Ruhr. Bitte: Diese Pläne sind von der Ausdauerschule by bunert individuell für mich und meine persönliche Situation gefertigt. Teilweise noch von mir eigenmächtig abgeändert.  Bitte  nicht blind übernehmen.

Aber fangen wir an mit der letzten Woche 2015, die zugleich die erste 2016 ist. Der Bergische Wupperlauf hatte Spuren hinterlassen. Zumindest in meinem Glutenus Maxximus oder wie der gemeine Arschmuskel denn so genannt wird. Dies und meine Jahresendträgheit, unterfüttert mit dem Appetit auf die übrig gebliebene Buttercremetorte, ließen mich die 70 Minuten GAT 1 am Montag dann mal ausfallen, obwohl ich früh Feierabend machen konnte. Ich hätte um 17 Uhr loslaufen können. Aber Faulheit siegte. Dienstag gab es dann kein Erbarmen mehr. Leider hatte sich seit Montag die Erkältung, die meine Frau über Weihnachten geärgert hatte, auf mich übertragen und das merkte ich beim Laufen sofort. Ich kam nicht auf Tempo, es machte in der Finsternis keinen Spaß. Auf dem kurzen Stück den Radweg entlang blendeten die Lichter des Gegenverkehrs auf der Straße. Ich bin kurz über der 5er Pace, empfinde das aber schon als extrem anstrengend. Und es ist langweilig. Ganze drei Personen begegnen mir am See oder später im Wald. Ansonsten nur den Tunnel des Lichtkegels meiner Stirnlampe und das Tagesgeschehen aus dem Radio im Ohr. Die Kilometer quälen mich dahin. Aber ich ziehe es durch. Die 5:06 am Ende sind sogar noch zufriedenstellend, aber die Erkältung scheint mich wirklich erwischt zu haben. Am 30.12, meinem letzten Arbeitstag wird es dann wie erwartet später, bis alles für denn Jahresabschluss fertig ist. Da ich dann erst gegen 18 Uht zuhause bin, beschließe ich nach den Erlebnissen des Vortages den Tempowechsellauf bleiben zu lassen. Ein wenig Erholung auf der Couch wäre für den Silvesterlauf am kommenden Tag die bessere Entscheidung. Und ich würde den  nicht, wie eigentlich gedacht, mit vollem Tempo laufen. Denn ich halte es nicht für gesund, mit Erkältung an seine Leistungsgrenze zu gehen. Aber ich kenne mich, wenn ich langsamer laufen soll, brauche ich eine Bremse. Da kam mir das Posting von Michael aus Weeze gerade richtig. Er wolle 70 Minuten laufen, schrieb er da. 70 Minuten - das passt. Und schon bot ich mich als Pacer an, was Michael sofort annahm. Für mich die klassische Win-Win-Situation. Ich hatte meinen anspruchsvollen Trainingslauf und Michael seine Wunschzeit. Denn die garantiere ich bisher fast immer (Eigenlob stinkt, aber so war es fast immer, wenn keine Verletzung dazwischen kam).
Der Silvesterlauf von Werl nach Soest liegt nicht um die Ecke, aber wir fahren bereits das 5. Mal hin. Es ist die Atmosphäre eines großen Stadtmarathons verbunden mit einer Veranstaltung für Jedermann, man hat das Gefühl, die ganze Region ist irgendwie eingebunden oder macht mit. Die Strecke ist durchaus kurzweilig und vor allem länger als die sonst üblichen 10 Kilometer.
Außerdem treffen wir regelmäßig viele Freund und Bekannte aus dem östlichen Teil des Reviers. Für uns ist das seit Jahren die eigentliche Silvesterfeier. Michael uns seinen Sohn Lukas treffen wir recht schnell und wir reihen uns dann in die Startformation ein. Lukas will unter einer Stunde, der gehört damit eh nach vorne. Und auch wir müssen mit einer 4:40er Plan-Pace machen, dass wir wegkommen, denn nach 100 Metern kommt eine Kurve, da wird es schnell eng. Ein Bekannter von Michael hat sich noch zu uns gesellt, wir sind also zu dritt. Der Startschuss ertönt, es geht los. Leider stellen sich auch hier immer wieder Läuferinnen und Läufer nach vorne, die da wirklich nicht hin gehören. Das ist eine Unsitte, gefährlich und das verurteile ich von hier auf das schärfste. Es geht  nicht darum, dass man sich mit einer Plan-Pace von 4:40 bei 4:30 hinstellt oder so, aber wenn ich - am besten noch zu zweit oder zu dritt - mir eine 6er Pace oder langsameres vorgenommen gabe, gehöre ich nicht 5 Meter hinter die Startlinie. Egal, wir kommen jedenfalls noch gut um die Ecke, ich drehe mich immer wieder um, aber Michael bleibt ca. 3 Meter hinter mir. Auch Michael kennt die Strecke, er war im Vorjahr schon dabei. Den ersten Kilometer absolvieren wir in 4:31, obwohl er bereits leicht ansteigt. Ich mahne zur Entschleunigung, denn wir sind ja eh zu schnell. Michael ist bereits 5 Meter hinter uns. Das irritiert mich, ich drehe mich immer wieder um. Schon zu schnell? Nun, der Plan geht immer von der Überlegung aus, dass der erste und letzte Kilometer sowieso immer schneller wird, also heißt es bei Kilometer zwei in jedem Fall, Tempodisziplin halten. Das klappt auch, denn es geht kurz noch einmal hinauf und dann, begleitet von einem Feuerwerk, vorbei an Zuschauern auf die B 1.
Wir sind auf dem berühmten Hellweg. Zu diesem Namen gibt es mehrere Deutungen. Einmal helwech (mittelhochdeutsch), eine Heerstraße, die auf einer Lanzenbreite von 3 Metern von Bewuchs freigehalten werden musste. Dann "Salzweg", vom griechischen Hals bzw. keltischen Hal für "Salz". Es war die Straße, die beginnend beim Rheinübergang in Homberg über Duisburg, Essen, Dortmund  Unna nach Paderborn und in den Verlängerungen zu den Kaiserpfalzen nach Aachen und Goslar führte. Wo sicherlich auch Salzhändler entlang gezogen sind. Macht dann auch wieder Sinn. Wir schwitzen ja gerade hier tausendfach welches aus. Erst mal geht es weiter. Schon kommt Westtönnen in Sicht. Lauffreund Günther geht an uns vorbei, auch Michaels Bekannter verabschiedet sich langsam nach vorne. Es geht hinab nach Westtönnen. Ich versuche wieder das Tempo anzuziehen, denn der zweite und dritte Kilometer war mit 4:42 und 4:41 etwas zu langsam. Darum gehen Günter und der andere Läufer auch nach vorne weg. In Westtönnen ist schon wieder gut was los. Es gibt Verpflegung, ich biete Michael an, etwas zu "servieren", aber er möchte nichts. Die Orte auf dem Weg nach Soest haben die unangenehme Eigenschaft, in kleinen Mulden zu liegen, so dass man immer bergab in die Orte hinein läuft und über einen Anstieg wieder hinaus muss. Runde vier passt dann, getragen von der tollen Stimmung in Westtönnen, wieder besser. Es geht hinauf aus dem Ort. Das sind keine harten Anstiege, wir reden über 6-10 Meter auf dem Kilometer, aber die nerven, wenn man das Tempo halten möchte. Zumal sie ja auf einem kürzeren Stück als dem Kilometer bewältigt werden müssen. "So, das erste Kaff haben wir schon hinter uns" versuche ich,, Michael zu motiveren. Er sieht schon ein wenig abgekämpft aus. Es geht über das freie Felde zwischen den beiden "-tönnens".Die Sonne kämpft sich durch die Wolken, keine Spur mehr vom angedrohten Regen. Ein toller Tag. Und ein toller Anblick, wie sich die B1 nach vorne wie nach hinten mit einem riesigen Lindwurm an Läufern gefüllt hat, der sich unaufhaltsam gen Soest voranschiebt. Auch in Osttönnen herrscht wieder eine tolle Stimmung. Die Zuschauer engen die Straße ein, aber das Feld ist bereits so locker auseinander gezogen, dass das nichts ausmacht. Wir müssen uns im Moment aber ranhalten, die Pace nicht aus den Augen zu verlieren. Wir überholen jetzt auch langsam wieder, aber die Pace bleibt immer einige Sekunden zu langsam. Ich klatsche Kinder ab und dirigiere mal kurz die Musikkapelle, dann geht es bergan aus Westtönnen hinaus. Hier werden wir naturgemäß wieder langsamer, denn auf 500 Metern sind 10 HM zu ersteigen. Ich rechne und merke, dass das unter 1:10 h nichts wird, das sage ich Michael natürlich nicht. Aber die geforderten "70 Minuten" sind noch drin, ohne jetzt mal auf die Sekunden dahinter zu achten. "Halbzeit" rufe ich auf dem Feld zwischen Westtönnen und Ampen aus. "Wir sind hier auch am höchsten Punkt der Strecke" versuche ich weiter das Positiver herauszustellen. Dann kommt Ampen in Sicht, hier ist immer am meisten los. Eine Gruppe jugendlicher Bollerwagenfahrer bietet Bier an, ein Läufer vor uns nimmt eine Flasche, trinkt einen Schluck und gibt sie zurück. Unter protestierenden "Austrinken"-Rufen verschwindet der Bollerwagen hinter uns. 10 Kilometer sind in Ampen erreicht. Die Stimmung hier ist toll. Verpflegung möchte Michael wieder nicht. Ich verweise darauf, dass nun die starke Phase von uns Langstreckenläufern kommt, weil die "10er!-Spezialisten hier immer anfangen, einzubrechen. Tatsächlich überholen wir wieder und können die Pace auf dem 11. Kilometer wieder unter 4:40 bringen. Vielleicht geht noch was im Endspurt. Michael muss jetzt kämpfen. Es sind nur noch 4000 m, das ist nicht viel. Der letzte läufts ich in der Altstadt immer fast von alleine, also noch drei zum durchkämpfen. Und er kämpft. Schon ist das Ortsschild von Soest zu sehen, die Jet-Tankstelle und der Kaufland-Komplex auf der rechten Seite. Jetzt kommt mir die dritte Übersetzung des "Hellwegs" in den Kopf. Nach Grimms Wörterbuch aus dem frühen 19. Jahrhundert ist es nämlich ein Weg, auf dem die Leichen gefahren werden. "Helvegr" sei der Weg zur Unterwelt. Nun, so weit muss es nicht kommen, dazu sieht Michael noch zu gut aus. Wir verlassen dann auch mal die B1, es geht gleich eine Schleife links ab durch ein Wohngebiet. Noch zwei Kilometer. Ich sehe auf die Uhr. 1:01:30, das hieße jetzt zwei Kilometer in 4:15er Pace. Nein, das wird nix. Einen ja, aber zwei kriegt Michael nicht hin, obwohl er schon wieder wesentlich motivierter aussieht. Also laufen lassen durch die Siedlung. Auch hier stehen eiige Zuschauer in der Kurve, die sich auch zu donnerndem Applaus motivieren lassen. Das war unterwegs nicht immer so. 4:29er Pace schaffen wir immerhin. Dann der letzte Kilometer. Ich treibe an. Ich schreie an. Viele laufen hier schon aus, aber wir haben noch Reserven. Man kann das jetzt optisch gut in kurze Stücke einteilen. Die Gassen werden enger, wir sind in der Altstadt. "Hinter der Linkskurve Vollgas" rufe ich Michael zu. Und es geht ab. Vorbei an einigen Läufern, ich bleibe auf Michaels Höhe, damit er nicht zurück bleiben kann. Tempo hoch. Dann der Bogen, danach sind es noch 10 Meter. Stop. 1:10:18 Zeigt meine Uhr. Mission erfüllt. Und Potenzial auf den letzten zwei Kilometern toll von  Michael abgerufen. Im Ziel warten bereits seine Frau Judith, die 15 km gewalkt ist, und Lukas, der eine super Zeit hingelegt hat und klar unter einer Stunde geblieben ist.
Unvorstellbar. Mit dem üblichen Hallo treffen wir noch viele Laufkollegen im Ziel und bewegen uns Richtung Klamottenausgabe. Auch hier machen die Jungs und Mädels vom DRK und THW wieder einen tollen Job. Dann das Umziehen im historischen Rathaussaal. Mixed Umkleide sozusagen, aber tolles Ambiente unter der blauen Kuppeldecke mit den goldenen Sternen. Danach düfen wir noch Helmut mit seinem TV Flerke an der Bushaltestelle besuchen, wo mit Grill und anderen Köstlichkeiten auf den letzten Lauf des Jahres gegessen und getrunken werden darf - gegen eine kleine Spende, die gerne in das Vereinssparschweinchen wandert.Eine schöne Tradition. Wir sind uns sicher, dass wir im nächsten Jahr wiederkommen werden.
Neujahr hole ich dann meinen ausgefallenen Tempowechsellauf bei herrlichem Wetter nach. Lediglich die Richtung hatte ich falsch gewählt, da ich komplett am Rheinufer mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Aber der formt ja bekanntlich den Charakter. Ich bin sogar 1 Sekunde schneller als beim Silversterlauf, bei annähernd der gleichen Distanz. Und mit demselben Spaß. Wäre am Mittwoch Abend im Leben nicht gegangen.
Samstag geht es dann nach Essen. Der Baldeneysee hat uns auch 2016 wieder. "Neujahrslauf" inoffiziell, dennoch genug Leute da. 90 Minuten GAT 1 soll ich laufen, das wäre so um die 5:15er Pace. Aber angesichts der Belastungen der beiden Vortage darf es heute ruhig etwas langsamer sein. Es finden sich zu diesem"inoffiziellen Termin"  erstaunlich viele ein. Von Leo Dötsch in Tempogruppen eingeteilt ging es los, endlich mal wieder auf die große Runde mit Kupferdreh und Werden. Zu Werden musste ich meine kleine Gruppe dann ein wenig überreden, aber mit Verweis auf gute Vorsätze hat es dann geklappt. Ruck zuck hat 2016 schon wieder 32 Kilometer auf dem Tacho. Hat super Spaß gemacht, auch wenn die 5:30er Tempodisziplin doch ein wenig gelitten hat. Apropos Tempodisziplin: Es waren auch Neulinge dabei, auf die wir "alten Hasen" vielleicht abschreckend wirken. Ich fände es toll, wenn wir "Tempogruppen uns auch annähernd an das besprochene Tempo halten würden. Da tun wir nämlich allesamt nicht, da fasse ich mich auch an die eigene Nase. +/- 5 Sek/km sind o.k., aber 15 dann doch etwas viel, wie ich finde. Wir wollen ja in der Gruppe trainieren und keine "kenianischen Ausscheidungsintervalle" nach dem Motto "wer am Ende noch dabei ist, hat gewonnen" veranstalten. Vielleicht kriegen wir das ja mal hin. Denn es gilt bekanntlich nicht immer "viel hilft viel".
Die Woche beenden wir am Sonntag mit einem gemeinsamen Lauf durch unser heimisches Revier. Ganz locker und regenerativ, jedoch bauen wir die Halde Rheinpreußen mit ein. Diesmal über die steilere, unregelmäßig ansteigende Seite. Der Abstieg über die alten Trailpfade gestaltet sich jedoch extrem rutschig und matschig, es kann kaum gelaufen werden. Aber auch das kriegen wir in die Reihe. So endet die erste Woche 2016 oder auch die letzte 2016 mit fast 75 Kilometern. Bin gespannt, was die nächste Woche mit dem Kevelaer-Marathon zum Abschluss so bringt.

Montag, 28. Dezember 2015

Das Training zieht an.....

Nach dem eher ruhigen, wenngleich nicht unbedingt kilometerarmen Ameland-verlängertem-Wochenenden zog das Training in der letzten Woche dann nochmal an. Ein wenig gehe ich ja mit gemischten Gefühlen daran, denn mir fehlt so ein wenig die Freude auf hartes Tempotraining. Aber ich habe mir vorgenommen, Werl-Soest zügig zu laufen und der Bergische Wupperlauf läuft sich auch nicht von alleine.
Das Dienstag-Training zog ich nach dem trainingsfreien Reise-Sonntag auf den noch arbeitsfreien Montag Vormittag vor. Die Runde führte mich bei Sonnenschein durch die Weiten des Binsheimer Feldes und des Rheinufers, bedingt durch den Richtungswechsel des Windes jedoch mit unterschiedlicher Pace. Ging soweit noch ganz gut, aber die Ermüdung schritt rasch voran, so dass ich mit Schrecken an die 3 x 500 m Sprints am Ende dachte. Ursprünglich plante ich, die auf der Laufbahn zu erledigen, aber der Baaerler Sportplatz war leider verschlossen. Schade, aber muss wohl sein, um Vandalismus zu verhindern. Also das Ganze auf den Asphalt der Orsoyer Allee verlegt. Fiel mir ziemlich schwer, erst einmal, mich überhaupt zu motivieren. Dann, das Tempo zu kontrollieren, denn unterwegs fiel mir beim ersten Mal dann noch auf, dass ich nirgendwo eine Teilstrecke auf meinem Display erkennen konnte. Dann eben nach Zeit geschätzt, Basis 4er Pace. So 4:10 wäre mein realistisches 10er-Renntempo, wenn es optimal läuft. Allein ist das alles irgendwie Mist. War aber gut geschätzt, 480, 510 und 520 Meter ergeben ja einen sauberen Schnitt. Pace war mit 3:57 und beim letzten Mal 3:55 auch ganz gut getroffen, aber das über 10 Kilometer? Never! Selbst über 5....na ja, aber ich habe ja zunächst andere Ziele.
Nach drei stressigen Bürotagen von Dienstag bis Donnerstag - die Ameland-Erholung schon wieder wie weggeblasen - dann am Donnerstag beim Training der Ausdauerschule der Horror. 2/1-2/1, das heißt zwei Minuten Vollgas, 1 Minute traben, 1 Minute Vollgas, 2 Minuten traben. Das Ganze eine halbe Stunde am Stück, zur Belohnung noch 3 x 200 m am Ende. Das erste Intervall verlief schon mal unbefriedigend, Marco und ich zierten das Ende der Gruppe, selbst Quotenfrau Marinja hängte mich ab. Auch noch beim zweiten, danach wurde es aber immer besser und ich konnte mich in der Gruppe vorarbeiten. Auch die Pace verbesserte sich. Ein Super-GAU passierte beim 3.Intervall: Wenn ich zu oft kurze Laps an meiner GARMIN drücke, geht die schon mal aus. So auch jetzt. Panikatacke. Intervalle kann ich ohne Uhr ja garnicht! Es dauert einen ganzen Intervall, bis er den Sateliten wieder findet. Irgendwie überstehe ich den, aber es wird im Kopf schwierig. Am Ende kriege ich noch eine Pace von 3:46 über zwei Minuten hin, bei den 200ern laufe ich sogar vorne mit. Kaputt und zufrieden, es doch gemacht zu haben, geht es nach Hause. Freitags dann gemütlich eine Runde um den See mit ein paar Ergänzungsmetern. Es ging in die Dunkelheit hinaein und irgendwie fiel es mir schwer, mich aufzuraffen. Es fiel auch schwer, das umzusetzen. 45 Minuten mir einer Pace von knapp unter 5:30 war irgendwie anstrengend.
Anders dann am Samstag. Beim Weihnachtslauf der Ausdauerschule am Baldeneysee stand eigentlich nichts besonderes auf dem Plan, es sollte ein ruhiger Lauf werden.
Ich wollte mich der 5-Minuten-Pace-Gruppe eigentlich gar nicht anschließen und eine eigene "5.15er-Gruppe" aufmachen. Irgend wie wurde es aber autmatisch immer schneller. Ich hatte Mark, Peter, Martin und Michael um mich, später gesellte sich auch noch Irek dazu. Ab dem dritten Kilometer kamen wir bei herrlichem Laufwetter nicht mehr über eine 5er Pace. Michael wurde noch schneller und war irgendwann mit Peter nach vorne weg. Auch unsere Kilometer-Zeiten hatten sich am Hardenberg-Ufer immer weiter verbessert. Wir sprachen von "Kenianischen Ausscheidungsläufen", wo das Tempo immer höher und die Gruppe immer kleiner wird. Wir schieden nicht aus. Das Überholen der anderen Gruppen, die nicht über Kupferdreh und damit etwas kürzer gelaufen waren, motivierte zusätzlich. Hinter dem Wehr, fast zum Ende der Runde, zogen wir dann einen Kilometer auf 4:00 Minuten hoch, ehe dann die letzten 500 Meter dem Auslaufen dienten. So was trainierst Du alleine nicht, es war im Vergleich zum Vortag aber wesentlich einfacher.
Den Sonntagslauf lief ich dann mal mit Claudia gemeinsam, wir steuerten nach längerer Zeit mal wieder die Halde Rheinpreußen an, von wo sich ein schöner Blick auf das orange Ding bietet, an dem wir am Pfingstsonntag anschlagen wollen. GAT 1 hatte ich ja am Samstag. Und ein wenig mehr als das....
Nun geht es in die Weihnachtswoche, die im Zeichen des bergischen Wupperlaufes stehen sollte.
Aber zunächst stand am Dienstag, den 22.12. das von Donnerstag vorgezogene Training der Ausdauerschule an. Da wir mit der langsameren Dienstags-Gruppe zusammen trainierten, wurde die "Pyramide" von 3/5/7/5/3 Minuten auf 3/4/7/4/3 Minuten reduziert. Wir liefen die Runde am Parallelkanal und über den Kameraweg der Regattastrecke. Zunächst diskutierte ich beim Warmlaufen noch mit Mark, was denn nun mit GAT 3 gemeint sei. Die Meinungen gehen hier von 10er-Wettkampftempo, was für mich bereits WKA darstellt und ich mit 4:10 definiere bis zu meiner Meinung 4:20-4:25, was so ungefähr mein HM-Renntempo ausmacht. Wie immer laufen wir dann das erste Intervall einfach mal los, 3 Minuten sind ja überschaubar. Michael, Peter, Mathias, Martin gehen gleich nach vore weg und laufen locker 3:50. Marinja geht mit, was mich doch ein wenig überrascht. Ich versuche, ruhiger zu laufen und laufe eine Pace von knapp unter 4:10. Von Intervall zu Intervall klappt das wieder besser, auch wenn die 7 Minuten echt schon hart sind. Unvorstellbar, dass über 40 Minuten durchzuhalten. Marinja sammle ich ein, sie wäre wohl besser nicht mit den Raketen gestartet. Peter kommt im vorletzten Intervall, die letzten beiden laufen wir dann gemeinsam. Und auch Michael fällt ab, im letzten Intervall haben wir also bis auf Mark, Martin und Mathias alle wieder beisammen. Ich  bin einigermaßen überrascht, dass ich das relativ problemlos hinbekommen haben, auch wenn es natürlich anstrengend war.
Anstrengend sind dann natürlich auch die Weihnachtstage, bei uns traditionell eingeläutet mit der Geburtstagsparty einer Freundin am 23.12. .Über Heiligabend geht es dann zu meinem Geburtstag am 1. Feiertag, so dass wir froh sind, den 2. Feiertag dann einmal ruhig begehen zu können. Die Kinder sind dann bei den Familien ihrer Freunde, wir haben den Tag weitgehend für uns. Und für einen 79 Minuten GAT 1-Lauf, den wir auf Claudias bitten getrennt absolvieren. Ich treffe "Rakete" Mathias am See, wir laufen eine halbe Stunde gemeinsam durch den Wald, denn ist er fertig mit seiner Runde. Dann begebe ich mich Richtung Halde Rheinpreußen. Ich möchte ein paar Höhenmeter mitnehmen, das soll im Moment mal zur Gewohnheit werden, denn Kapstadt, die Sixdays und das erste Viertel der TorTour de Ruhr werden ziemlich hügelig. Das 1,1-Kilometer lange Stück des Hauptweges auf die Halde steigt stetig an und will nicht enden, ich schaffe es aber in einer durchaus respektablen Pace von 5:42 hinauf.
Dorst sehe ich, dass auch das Geleucht geöffnet ist und nehme dann gleich nochmal die Treppe zur Aussichtsplattform mit. Am Ende des Trainings habe ich 16 Kilometer mit gut 100 Höhenmetern erledigt und freue mich auf Mutters Kuchenreste vom Feste sowie auf den Bergischen Wupperlauf am nächsten Tag. Aber den seht Ihr hier im Video.


Samstag, 19. Dezember 2015

Ameland Adventure Run - entspannen auf der Insel

Vorweihnachtszeit - Zeit der Hektik, des Jahresendspurts im Job, der vielen Feiern und Termine. Was liegt da näher, als mit ein paar Tagen Resturlaub und Freunden sich dem zu entziehen und vier ruhige Tage auf einer "einsamen Insel" zu verbringen? Genauso war es, und darum buchten wir mit unseren Freunden Yvy, Henning, Kim und Marco in diesem Jahr mal wieder den Adventure Run auf Ameland. Ameland ist eine der westfriesischen Inseln, bekannt duch seine vielen Jugendferienlager, die in den im Sommer ausgräumten Kuhställen eingerichtet wurden. Aber da ja erstens kein Sommer ist und zweitens wir uns ja nicht der Spezies der Jugendlichen oder gar der Rindviecher zugehörig fühlen, hatten wir uns für ein Ferienhäuschen in Ballum, einer der vier kleinen Ortschaften auf der Insel, entschieden. Das Häuschen verfügte neben 3 Doppelzimmern auch über eine kleine Sauna und sogar über 4 Fahrräder.
Der Preis war für Inselverhältnisse günstig, dafür lag man für den Lauf auch ca. 6 Kilometer weg von Start und Ziel.
Wir hatten uns überlegt, ein Auto mit auf die Insel zu nehmen, alleine für den Gepäcktransport für uns sechs Personen. Da kommt ja allein mit den ganzen Laufsachen so einiges zusammen, dazu ein paar Speisen und Getränke, ein Raclette für den gemütlichen Abend....
Wir waren am frühen Mittwoch nachmittag auf der Insel, das Häuschen entsprach genau unseren Vorstellungen und hatte sogar einen Kamin. Ein erster Spaziergang zum 800m entfernten Strand in der Dämmerung endete in einem sehr schönen Strandlokal, wo wir die einzigen Gäste bleiben.
Für den ersten Morgen hatten wir uns ein kleines Morgenläufchen zum Leuchtturm von Hollum an der Westspitze der Insel überlegt, von mir grob geschätzte 4 Kilometer hin und ebensoviele zurück,über den Strand vielleicht etwas mehr. Wir liefen die schönen Radwege durch die Dünen, welche die komplette Nordseite der Insel vom Strand abgrenzen. Die glatten Wege aus Muschelgranulat lassen sich hervorragend laufen, den starken Gegenwind milderten die sanften grasbewachsenen Hügel. Es richt irgendwie nach Mehr, der Wind rauscht an den Ohren entland und wir traben immer dem Leuchhturm entgegen, der aber irgendwie nicht näherkommen wollte. Endlich dort angelangt, waren es dann doch schon über 5 Kilometer und der Weg zum Strand im Westen zog sich ebenfalls noch ein wenig dünenauf- und -ab hin. Dort erwartete uns fast eine Art "Endzeitstimmung".
Das graue Mehr mit den weißen Schaumkronen und den sich brechenden Wellen, der graubeige Sand, bretthart und sehr gut zu belaufen, und darüber die geisterhaften Schleiher vom Wind verwehten Sandes. Dramatische Wolkenformationen über uns und kein Haus, kein Schiff, keine Stromleitung, keine Strandbude zu sehen. Einfach schön....
So war es dann doch bereits gegen elf Uhr, als wir nach fast 14 Kilometern (leicht verschätzt würde ich sagen) wieder im Haus ankamen und das Frühstück dann halt mal zum gemütlichen Brunch umfunktionierten. Am Nachmittag sind wir noch ein wenig durch das idyllische Nes, Amelands "Hauptstadt" spaziert. Am Freitag Morgen liefen wir dann nur noch zu viert und auch nur eine 5 Kilometer Runde. Der Wind hatte etwas nachgelassen, wir liefen so etwa zwei Kilometer den Strand entlang, ehe wir einen schmalen Dünenpfad zurück auf den Radweg nahmen. Auch hier wieder herrliche Seeluft und traumhafte Aussichten.  Auch nachmittags, beim Ausgiebigen Strandspaziergang am anderen Ende der Insel. Ich war die 12 Kilometer mit dem Rad den Dünenweg lang gefahren, damit alle ins Auto passten. Auch wollte ich die Strecke einmal vom Sattel aus genießen, was mit Rückenwind natürlich leicht fiel. Schnurgerade Abschnitte wechselten mit kurvigen und hügeligen Slalomstrecken um die Sandhügel, in denen der Wind das Gras Richtung Osten bog. Das Rad stellte ich am Hotel direkt am Strandabgang Buren ab. Dick verpackt schlenderten wir sechs über die unendlichen Weiten, bis zum nächsten Übergang über die Düne.  Hier standen bereits die Pfeile und Kilometertafeln, sogar zwei Dixies waren in den Dünen platziert. Diesmal hatten wir Pech, denn ein plötzlicher Regenschauer erwischte uns zwischen den Dünen,
sogar ein paar Hagelkörner waren dabei. Das erinnerte mich stark an unseren Start 2011, als uns der Hagel bei Kilometer 17 erwischte. Gut, dass die Strandbude in Buren kurz beim Hotel leckeren hausgemachten Glühwein anbot, bei herrlicher Aussicht auf die schäumenden Wellen der Nordsee.
Die Rückfahrt mit dem Rad machte bei Dunkelheit, einem weiteren Hagelschauer und Gegenwind natürlich wesentlich weniger Spaß als die Hinfahrt, aber über die Hauptstraße und ihren gut ausgebauten Radweg war es nicht mehr weit. In Nes saßen bereits viele Läufer in den Biergärten (überdacht und mit Heizpilzen und offenen Gasfeuern auf den Tischen, echt gemütlich). Aber klar, es ist ja Freitag, und viele reisen für das Wochenende an. Wir holen noch die Startunterlagen und machen es uns vor unserem Kamin gemütlich.
Samstag frühstückt man dann mal gewohnt opulent, aber früher. Da um 13:45 Uhr Start für uns Halbmarathonis ist, machen wir uns gegen 12 Uhr fertig. Ich hatte mir überlegt, die 8-9 Kilometer hin zu laufen, da sparen wir uns wieder eine Autofahrt und ich hätte einen Longjogg zur Vorbereitung auf den Marathon in den Wupperbergen Ende Dezember. Also los, eine gute Stunde vor dem Start, das sollte reichen, ohne am Start zu lange angeschwitzt im kalten Wind stehen zu müssen. Henning und ich müssen uns zunächst permanent bremsen, um nicht zu schnell zu laufen, es sollte ja noch der Halbmarathon folgen. Die Strecke kannte ich jetzt ja schon von meiner Fahrradtour gestern. Ein mann kommt uns entgegen. Nicht laufend, er geht. Es ist ein Jäger.
An seinem Patronengürtel baumeln einige Hasen, in der Hand hält er einen weiteren. Wir halten kurz an, greifen das tote Tier an den Hinterläufen und machen ein Foto. Die Haxen waren noch warm.....guten Appetit. Als wir uns Nes nähern, können wir schon von weitem den Moderator hören. Es laufen ja bereits die 5-Kilometer-Läufer, die 10er gehen kurz vor uns an den Start. Auch einige Zuschauer bewegen sich bereits in unserer Gegenrichtung an den Strand zur 5er-Strecke, um Stimmung zu machen. Einge sehen uns mit den Startummern vor den Bäuchen irritiert an. Das Timing ist gut, wir sind ca. 15 Minuten vor dem Start da, genug Zeit, um einen der "Plastikbäume" aufzusuchen und den Rest der Truppe zu treffen.

Zum Lauf selbst möchte ich dann gar nicht so viel schreiben......seht Euch einfach mal das Video an.

Ein toll organisierter Lauf. Keine Zuschauermengen - wie auch, bei nur 3500 Inselbewohnern. Aber da, wo Zuschauer sind, ist tolle Stimmung. Schade nur, dass die meisten das Rennen ambitioniert angehen und der Anteil der reinen Spaßläufer relativ gering erscheint. So fanden wir es schade, dass bei dem schwierigen Kurs bereits nach 2:20 angefangen wurde, den Zieleinlaufkanal abzubauen. Und das keine T-Shirts mehr da waren, obwohl noch locker 30 Läuferinnen und Läufer fehlten. Das haben die Niederländer dann sehr hilfsbereit gelöst, indem sie die auch sehr schönen Helfer-Sweatshirts ausgeteilt oder ersatzweise angeboten haben, fehlende Shirts nachzuschicken.  Henning und ich tranken dann in der Gastronomie der Sporthalle, wo sich die Umkleidemöglichkeiten befanden, ein Bierchen und Marco fuhr den ersten Rutsch zurück in unser Häuschen, wo bereits die warme Sauna wartete. Nach schönen Saunagängen , züchtig getrennt nach Damen und Herren versteht sich, folgte noch ein toller Abend in einer Pizzeria, die rappelvoll mit Läufern war, aber für niederländische Verhältnisse durchaus leckeres Essen bot. 
Mit einem Abschlussfrühstück im Häuschen und einer sonnigen Fährüberfahrt

endete dann am Sonntag unsere kleine Gruppenreise. Ein tolles Ziel mit einem tollen Lauf für alle, die dem vorweihnachtlichen Stress ein wenig entfliehen wollen. Nette Organisatoren und eine gute Stimmung rundeten das Bild ab, das wir uns schon vor vier Jahren hier machen konnten. Sportlich ein tolles Trainingsrevier, auch der Ansprcuh des Kurses ist nicht ohne und das Niveau durchaus sehr gut, was die Siegerzeit von 1:10 bei den Männern verdeutlicht. Es schreit nach wiederholung bzw. Nachahmung!

Freitag, 4. Dezember 2015

Trainingsplan für Träume oder Ziele?

Das Leben hat mich wieder. Besser gesagt der Trainingsplan, der seit nun über 4 Jahren meinem Läuferleben Struktur gibt. Den November als Ruhemonat mit maximal 2 Einheiten pro Woche, keine länger als 15 Kilometer, hatte ich gut überstanden. 5 Wochen lang. Durch ausreichende Arbeit und Überstunden im Büro gerät aber etwas aus dem Gleichgewicht.Da die Arbeit nicht weniger wird und der Preuße in mir stets nach Disziplin schreit, heißt es die Läufe kreativ in die Woche unterzubringen und auch die Arbeit einmal diszipliniert pünktlich zu beenden. Denn es geht um meine Ziele, beruflich wie privat. Und um meine Träume. Privat, die gibt es beruflich nämlich nicht.
Die Zeit konnte ich aber auch nutzen, einmal klar Schiff mit mir bezüglich dieser Ziele zu machen. Klar Schiff mit den Träumen wäre schön gewesen, aber dazu braucht es wohl noch ein wenig.

Was ist denn jetzt mein Ziel? Marathon-Zeiten dürfen mich nicht interessieren, denn mein Ziel ist Orange. Erstes Ziel ist es wohl, das Pensum überhaupt zu schaffen. Denn mein Körper muss das auch mitmachen. Aber ein Traum? Vielleicht sollte es auch ein Traum sein, das alles gesund hinter sich zu bringen? Wenn das gut geht, vielleicht in Frankfurt im Herbst nochmal die Bestzeit angreifen. Ein Ziel, ja. Aber noch sehr vage, wenig überzeugt. Vielleicht kommt das ja.

Meine Ziele? In Kapstadt beim Two Oceans Marathon über 56 Kilometer auf einer der schönsten Strecken der Welt.....was soll ich für Ziele habe? Unter 4:40 dort durchzuhetzen um Lauffreund Peter aus der Hall of Fame der Ausdauerschule zu kicken? Eher nicht. Den Lauf er-LEBEN, zügig, aber nicht mit Tunnelblick wird die Devise werden. Ist das ein Ziel? Nein. Ein Traum? Vielleicht. Aber wenn ich Traum als "das ultimative Erlebnis" definiere? Reicht das? In bin auch schon auf Madeira, den Kanaren oder in der Türkei auf traumhaften Strecken gelaufen. Vielleicht erkennen wir Träume erst im Nachhinein. New York 2013 war einer, rundum schöne Tage mit unseren Freunden und unserer kleinen Tochter und ein traumhafter Lauf mit Lauffreund Werner. AIDA-Tour 2009 war im Ganzen ein Traum, auch 2011 war es sehr schön, aber schon irgendwie anders. Ich denke, Träume sind etwas einmaliges. Sobald man etwas zum zweiten Mal macht, wird es nicht mehr so, wie man es erwartet. Schade.


Also unser Traum TorTour de Ruhr. Ist es unser Traum? Oder mein Ziel? Keine Ahnung, ich will dahin, an das orange Ding. Das Gefühl des Ankommens war bereits nach der Radtour letzten Monat unbeschreiblich. Das könnte so ein "Momentum" werden.

Ja, ein Momentum. Wer kennt diesen Begriff? Es sind diese magischen Momente des Sports. Die gibt es nicht auf Bestellung. Biel Kilometer 83 war so einer. Im Ziel bei 100 dann eigentlich nicht mehr. Frankfurt 2012 war einer. Festhalle, wenige Sekunden lang nach dem Ziel. Duisburg 2009 war auch so einer. Auch für wenige Sekunden nach dem Ziel. Aber sonst? Die Langdistanz in Köln war es nicht. Der Mauerweglauf war an sich groß, ein Traum. Ja. Aber kein Momentum. Dafür dauerte er zu lange und war das Ziel zu schnell sicher, die 24 Stunden geschafft zu haben.

Das Momentum gibt es nicht auf BestellungDas kommt. Ungeplant. Mein görßter Traum wäre aber ein solches Momentum gemensam mit meiner Frau erleben zu dürfen. Und dass es einer für uns beide ist. Vielleicht ist das mein Traum. Ein Ziel kann es nicht sein......

Vielleicht träume ich jetzt einfach weiter und verschone Euch damit.

Sonntag, 22. November 2015

Kalt lächelnd zur Bestzeit....als Pacer beim Blumensaat-Lauf mit Claudia

August Blumensaat - Essener Lauflegende und Inhaber des Deutschen Marathonrekordes im Jahre 1955 in 2:27:19 (Das laufen heute Frauen, aber die durften ja damals noch nicht!), mehrfacher deutscher Meister in der Königsdisziplin  und Namensgeber des heutigen Laufes am Baldeneysee. Was treibt einen in der Laufpause zu einem Lauf, der auf einer Piste am Hardenbergufer stattfindet, die Claudia und ich in- und auswändig kennen. Von den langen Läufen mit Laufsport Bunert Essen's Lauftreff und der Ausdauerschule. Irgendwie mag ich dieses Ufer aber. Die Sicht über den See, auf Förderturm und Villa Hügel in der Herbstsonne hat etwas.
Im letzten Jahre hatten wir am Halbmarathon teilgenommen und ich hatte Laufkollegen Jason zur Bestzeit gezogen. Damals war es recht warm. In diesem Jahr hatten wir ja eigentlich Laufpause verordnet. Umso überraschter war ich am letzten Sonntag Abend, als Claudia relativ spontan fragte, ob wir nicht doch am Blumensaat-Lauf teilnehmen sollten. Ich hatte weder Lust, einen 10er Vollgas zu laufen noch hielt ich es für besonders sinnvoll für meine Regeneration. "Du kannst ja mit mir laufen". Ich war überrascht. Claudia wahrscheinlich auch, aber so nahm der Wahnsinn seinen Lauf. Donnerstag beim Training der Ausdauerschule standen die obligatorischen 2 x 1000 Meter an, die vor jedem Laufwettkampf am Kursende als Wettkampfvorbereitung gelaufen werden. Im strömenden Regen. Das könnte laut Wetterbereicht auch am Samstag passieren, nur einige Grade kühler. Irgendwo stand etwas von Schee bis ins Flachland. Geiles Laufwetter nenne ich anders!
Ich gesellte mich dann mal zu Claudia und ordnete 4:40er Pace relativ spontan an. 4:40er Pace am Samstag in Essen würden eine 46:40 bedeuten, das müsste Claudia laufen können. Zur 4:47 wären dann 20 Sekunden "Luft", das wären knapp 4 Kilometer, die wir uns in 4:45 leisten könnten.
Ich hatte sie das letzte Mal 2012 in Alpen wirklich gezogen, auch bei einem 10er. Damals ging es das erste Mal unter 50 Minuten, 48:41 Minuten. Damals und bis heute ihre 10 km Bestzeit. (http://www.laufen-in-dortmund.de/stories/2012/alpen.htm )So richtig ernsthaft ist sie seitdem keinen 10-Kilometer-Lauf mehr gelaufen. Das konnte was geben.
Samstag machten wir uns zeitig auf, denn schon um 12:30 Uhr sollte der Startschuss fallen.
Startunterlagen hatte Claudia schon geholt, während ich den Parkplatz suchte und fand. Wir sammelten uns mit dem relativ übersichtlichen Aufgebot der Ausdauerschule am Bunert-Stand von Marc Böhme zusammen. Besonders angespannt wirkte Claudia nicht, wahrscheinlich, weil es ihr wirklich nicht so wichtig war und es viel gute Gründe gegeben hätte, wenn es nicht geklappt hätte.
Das sind im Grunde gute Voraussetzungen.
Vor dem Start mit Michael und Irek
Auch ich habe immer noch Respekt vor einer 4:40er Pace beim 10er, denn im Training empfinde ich das durchaus als sehr anstrengend. Aber der Wettkampf macht ja immer alles leichter. Wir laufen uns mit der Ausdauerschule ein, ein kurzes Stück über die Brücke Richtung Heisingen, ein bisschen Lauf ABC, Dehnen und ein paar Steigerungen. Irgendwie bin ich schon froh, dass ich kein Vollgas geben muss.
Wir laufen beide lange genug und kennen uns ja auch schon ein paar Jahre länger um zu wissen, dass Pacemaking beim Partner immer etwas anderes ist, als bei irgend einem Bekannten.
Wir begaben uns recht spät in die Startaufstellung und drängelten uns nach vorne. Das Wetter meinte es trotz der kühlen Temperaturen von nur 6-7 Grad gut mit uns, denn der Wind war nicht allzu stark und die Sonne kam gerade ein wenig heraus. Im Grunde ideales Wetter, warm würde uns bei dem angepeilten Tempo schon werden. Dann erklang der Startschuss. Zu beginn ist es recht voll, aber Claudia und ich können recht schnell unser Tempo laufen. Was heißt "unser Tempo" - ich muss Claudia immer wieder bremsen, dennoch sind wir mit teilweise 4:25er Pace zu schnell unterwegs.
Warmlaufen mit der Ausdauerschule, Claudia vorne weg
Mit gut 4:34 endet der erste wuselige Kilometer und damit zu schnell, es muss jetzt rapide langsamer werden. Claudia musste hier natürlich gebremst werden, denn das, was jetzt zu schnell ist, gibt es am Ende doppelt und dreifach obendrauf. Vor uns wurde teilweise unschön gedrängelt, der Preis der relativ engen Startaufstellung. Ein Läufer fiel hin, konnte aber schnell aufstehen und den Lauf fortsetzen. So etwas muss nicht sein, für eine Sekunde darf ich keinen anderen Läufer gefährden!
Der See strahlte im Licht der Herbstsonne, Ruderer trainierten unter den Megafon-Anweisungen ihrer Trainer. Vor uns eine Triathletin vom Moerser TV, die sich bereits teilweise mit uns warm gelaufen hatte. Die sah zu schnell aus, wir mussten Tempo reduzieren. So groß war das Vertrauen in Claudia dann auch nicht, dass sie mal eben eine 45er Zeit hinlegen könne. Bisher lief sie ruhig und sah locker aus. Die nächsten Kilometer liefen wir recht konstant mit 4:38 Min. laut meiner Uhr, ich bemerkte jedoch schon, dass sie immer früher vor den Kilometerschildern den Kilometer anzeigte, also wäre das Tempo damit wohl genau richtig. Claudia keuchte schon ganz gut, ihr Laufstil sah aber noch sauber aus. Bei Haus Scheppen, wo die Strecke um einen kleinen Segelhafen einen Bogen beschreibt und die Straße aus E-Fischlaken einmündet, sind einige Kurven auf der ansonsten fast geraden Strecke zu laufen. Hier stand Silke vom TuSEM als Streckeposten und rief uns ein paar aufmunternde Worte zu, auch eiunige Leute beim Biker-Treff applaudierten, während der hier so typische Geruch nach Frittenfett uns begleitete. So wurden wir wieder etwas zu schnell, ich versuchte, mit abbremsen und kleinen Zielvorgabe wie "Gleich kommt schon der Wendepunkt"(dreiste Lüge!), "Da siehst Du schon die Villa Hügel" und "Ab dem Wendepunkt dann nur noch nach Hause" meine Frau bei Laune zu halten.
Foto: Wolfgang Steeg www.catfun-foto.de
Ich lief außen, Claudia innen um die enge Kurve. Noch 5 Kilometer, Zwischenzeit 23:10 vor der Wendemarke, das war etwas zu schnell. Also wollte ich Tempo herausnehmen. Vor dem Verpflegungspunkt fragte ich Claudia, ob sie trinken wolle, aber sie verneinte. Also liefen wir durch. Ich merkte, dass es Claudia immer schwerer fiel, das Tempo zu halten und blieb jetzt bewusst auch mal kurz bei 4:41er Pace. Die nächsten zwei Kilometer etwas langsamer, dann würde sie von alleine wieder schneller werden. Die Zeit dazu hatten wir.Ab und an erkannten wir entgegenkommende Laufkolleginnen und -kollegen. Einige rufen uns etwas aufmunterndes zu, es scheint kurzfristig zu wirken. Ich sehe Anna aus Wuppertal. Sie scheint zu kämpfen, ist aber schon deutlich hinter uns.  "Gleich sind wir schon wieder am Haus Scheppen" log ich erneut, wohl wissend, das Claudia auch weiß, dass wir da noch lange nicht sind. Sie keucht bereits hörbar schräg hinter mir. Die Pace sinkt. Habe ich ihr zuviel zugetraut? Sie würgt."Mir ist schlecht". Das könnte uns natürlich einen Strich durch die Rechnung machen."Egal, wenn Du langsamer wirst, ist es genauso Sch... und dauert nur länger" versuche ich in meiner charmanten Art, sie aufzubauen. Wir sind bei Haus Scheppen. Silke feuert uns nochmal an. Claudia wird plötzlich deutlich langsamer und würgt. Jetzt weiß ich, dass Alarmstufe Rot herrscht. Ich nehme deutlich Tempo raus, bleibe selbst sogar kurz stehen. Einige Läufer überholen uns. "Egal, die sind eh schneller. Wir haben Zeit genug, lass uns ruhig wieder anlaufen". Hier überwog bei mir jetzt schon das Prinzip Hoffnung, aber ich wusste, dass meine Frau ein zähes Luder ist und wenn es irgendwie ginge, schon weiterlaufen würde. Tempo könnte man ganz moderat wieder steigern, denn wir waren jetzt knapp über der 5er Pace, der Gesamtschnitt lag aber noch bei 4:38 und somit dank der etwas zu schnellen Anfangskilometer knapp im Soll. Viel langsamer durften wir für die "46" vor dem Doppelpunkt jetzt aber nicht mehr werden. Ich war beruhigt, dass dieser 8. Kilometer nur eine 4:45 auswies, wir hatten beim kurzen Stopp also kaum etwas verloren. Noch drei Kilometer, Rückenwind und bald das Ziel in Sicht, dank des langen Linksbogens, den der See hier beschreibt. Ich lobe nochmal ihren runden Laufstil, aber Claudia sieht eigentlich aschfahl im Gesicht und übelst angestrengt aus. Aber der Laufstil passt wirklich noch. "Ich werde für diese Distanz nie wieder behaupten, dass Du Deine Möglichkeiten nicht ausschöpfst, wenn Du das hier durchziehst!" versprach ich ihr und dies in voller Überzeugung. Meine Frau ist hier wirklich am Limit und knapp darüber. "Saug Dich an der Gruppe da vorne fest, lass sie nicht weiter weg!" fordere ich sie auf. Wir bleiben tatsächlich eine Zeit lang in konstantem Abstand. Eine Läuferin läuft auf unserer Höhe, es sind noch zwei Kilometer. "Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein" zitiere ich laut Brecht. Die Läuferin links neben mir grins mich gequält an."Dann lass uns mal großen Sport bieten, ich sehe schon die Brücke!" Wir haben Kilometer 9 fast erreicht, die Frau neben uns ist nach hinten weg und die Gruppe setzt sich auch nach vorne ab. "Da ist Marinja!" sehe ich eine Laufkollegin im pinken Shirt der Ausdauerschule. Die ist viel besser, läuft in meiner schnellen Trainingsgruppe. Da muss was nicht in Ordnung sein. Sie stand kurz an einer Bank, Claudia fragte kurz etwas, dann versuchte sie ein kleines Stück, mit uns mit zu laufen, fällt aber ab.
Foto Wolfgang Steeg  www.catfun-foto.de
Magenprobleme. Kennen wir! Kilometer 9 zeigte dann wieder die 4:39 an. Wir hattet tatsächlich wieder unsere "Reisegeschwindigkeit" erreicht. Ich blickte auf die Uhr. 41 Minuten und 45 Sekunden. Für einen Kilometer und ein paar Meter mehr. "Zielgerade" versuche ich den Endspurt einzuleiten. "jetzt kommt Dein stärkster Kilometer!" So wie sie keucht, muss ich schon sehr überzeugend wirken, damit dass jetzt noch hilft. Wir werden schneller, die Gruppe vor uns zum Großteil aber noch mehr. Ich versuche, das Tempo irgendwie hoch zu halten, denn ich weiß, dass es knapp werden könnte. Das, was mein Garmin Kilometer mäßig nachgeht, ist schwer zu schätzen. Aber wenn es nun schon 200 Meter sind, dann sind das selbst im höchsten Tempo 40 Sekunden, die obendrauf kämen. Das schafft Claudia nicht mehr. Sie schafft immerhin knapp unter 4:30er Pace zu bleiben, das hätten wir vor zwei Kilometern nicht mehr geglaubt. Dann die letzte Kurve, nun geht es gerade auf das Ziel zu. Nur noch die kleine Brücke über den Deilbach stellt ein kleines Hindernis dar, aber zugleich die Marke für den Beginn des echten Endspurtes, denn sie liegt etwa 200 Meter vor dem Ziel. Du denkst, der
eine Meter hinauf über die Brücke ist ja nichts, aber Claudia hat es zu dem Zeitpunkt als Berg empfunden. Du hast noch eine Minute, sage ich zu Claudia. "So lange ist das nicht mehr!" ruft uns aufmunternd der Streckenposten an der Brücke zu. "Zieh" ,"Komm, komm" versuche ich, Claudia auf Tempo zu bringen. Und tatsächlich kommt etwas um die 4er Pace dabei heraus. Die Geräusche, die aus dem Mund meiner Gattin kommen, möchte ich hier lieber nicht beschreiben. Später sagte sie, jemand anders in der Tonlage wäre ihr ziemlich auf den Geist gegangen. Das Ziel rückt schneller näher als gedacht, dann sind wir da. 46:48 Min. zeigt meine Uhr an.
Foto www.photobello.de - Das berühmte Claudia-Lächeln ist weg!
Wir haben es geschafft. Claudia sinkt sofort auf den Boden. Ein Zuschauer kommt dazu."Sie soll aufstehen, der Boden ist zu kalt!""Lass mal, ist schon in Ordnung. Ist meine Frau, ich bin da!" Sie muss jetzt kurz liegen, das müsste ich auch und eine kleine Erkältung wäre bei dieser super Zeit auch egal. Mann bin ich stolz auf uns. Claudia kommt schnell wieder "zur Besinnung" . Wir treffen natürlich alle möglichen Bekannte im Ziel und gratulieren uns gegenseitig. Claudia hat glaube ich, noch gar nicht erfasst, was sie hier gerade gelaufen ist. Die Bestzeit über 10 Kilometer um fast 2 Minuten nach unten zu korrigieren, ist eine grandiose Leistung. Aber wohl auch das, was mit dem momentanen Training für sie zu leisten möglich war. Ich bin mächtig stolz auf meine Frau, aber auch auf mich, dass ich sie so realistisch einschätzen und ins Ziel bringen konnte. Vor dem Start zum Halbmarathon, den wir uns noch ansehen wollen, gönnen wir uns eine leckere Waffel und dann, als wir zunächst mit Marinja und später mit Ute unsere Trainingskollegen anfeuern, noch einen Glühwein. Das hat Claudia sich aber auch schwer verdient nach ihrem Höllenritt.
Im Ziel und wieder aufgestanden!

Geschafft - mit Marinja, Heike und Claudia
Ihre und auch meine Meinung, das Zehner so ziemlich das Letzte sind, hat dieser Lauf sicher nicht revidiert. Aber meine Frau ist mal wieder an ihre andere Leistungsgrenze gegangen undhat nach dem HM in Venlo ihre zweite verbesserungsfähige Marke deutlich nach oben korrigiert, wo sich meiner Meinung nach auch hingehört. Hätte ich solch eine Leistung an diesem Tage auch bringen können? Ich glaube nicht. Wo immer diese Motivation, die Claudia sich im Laufe der Woche aufgebaut hat, auch herkam. Ich hätte sie nicht gehabt. Ehrlich. Aber ich wünsche mir irgendwann auch einmal einen Pacer, der mich exakt so ins Ziel treibt. Aber bei uns Männern ist die Luft ja da schon deutlich dünner, denn der Pacer müsste ja 36 bis 37 Minuten Locke laufen können, um mich auf eine 40er Zeit zu treiben. Na ja, ist ja noch ein wenig hin bis zum nächsten dieser ekeligen Distanzen.....

Samstag, 7. November 2015

Höchststrafe Laufpause?

Jetzt sitze ich hier auf der Couch. Nein, ich will nicht schimpfen, denn heute bin ich einfach mal 14 Kilometer gelaufen. Jan Fitschen kam zu Bunerts Lauftreff an den Baldeneysee, wenn auch nur mit dem Fahrrad. Da wollten wir nicht fehlen, zumal wir auch schon lange nicht mehr da waren.
Foto Wolfgang Steeg - Catfun http://www.catfun-foto.de/

Nach Frankfurt (näheres unter http://www.laufen-in-dortmund.de/stories/2015/frankfurt.htm) hatte Trainer Sven Schulz-Bargmann, gemeinhin von mir als Schleifer-Sven tituliert, mir empfohlen, nur die Donnerstags-Enheiten der Ausdauerschule im November mit zu machen und ansonsten die Füße ruhig zu halten. So hatte ich mich in der letzten Woche dann sogar in die langsamere Tempogruppe einsortiert. "Der Thomas kommt heute wieder zu mier in die schnelle Gruppe, der Welpenschutz ist abgelaufen!" So eröffnete Schleifer-Sven am letzten Donnerstag das Training, also folgte ich brav und reihte mich wieder bei den flotteren Kollegen ein. Dann durfte ich mit Sicherheit auch am Samstag mal eine lockere 14 Kilometer-Runde um den Lago di Baldini laufen, wo doch schon der Europameister auf dem Rad dabei sein sollte.

Nun, die langen Steigerungen über jeweils zwei Minuten von 5:15er Pace über 4:45, 4:30 bis 4:05-4:10 und das ganze dann 4 Mal hintereinander liefen überraschend gut, dennoch wollte ich mit den ganz schnellen Dingern wegen meines Knies vorsichtig sein. So ganz traue ich meinem Meniskus nämlich noch nicht. Ansonsten möchte ich die Pause im November tatsächlich einhalten, denn ich will dann ab Dezember langsam wieder in die Vorbereitung des ersten Halbjahres einsteigen. Das soll für mich mit dem Two Oceans Marathon in Kapstadt und der TorTour de Ruhr ja zwei ganz besondere Highlights bereit halten, die möchte ich gesund und erfolgreich absolvieren.

Es ist schon recht hart, die schönen Herbstläufe bei dem traumhaften Wetter auslassen zu müssen. Bottrop wäre ich zum Beispiele am Sonntag gerne gelaufen - so ein 50er geht ja bekanntlich immer ;). Aber egal, heute habe ich die lockere Runde in Essen bei fast sommerlichen Temperaturen genießen können, jetzt eben wieder Pause bis zum Donnerstag.

Dagegen macht es auch Spaß, das kommende Jahr zu planen. Unser Kalender füllt sich ja. Aber der Reihe nach. In diesem Jahr freue ich mich noch auf den nun schon traditionellen Nikolauslauf in Oberhausen-Schmachtendorf, natürlich im Weihnachtsmannköstüm mit Glühwein und einem Zeitziel jenseits der 60 Minuten für die 10 Kilometer.
Nikolauslauf 2014 - Der Zielsprint
Dann steht am 3.Aventswochenenden noch unser schöner Kurzurlaub auf Ameland mit unseren Freunden Kim, Marco, Henning und Yvy und einem schönen Halbmarathon an. Am 27.12. veranstaltet Oli Witzke den Bergischen Wupperlauf über die Marathondistanz mit reichlich Höhenmetern, Silvester gibt es natürlich wieder die 15 Kilometer von Werl nach Soest und ab Dezember darf ich ja auch wieder ein wenig normal trainieren.

Das Frühjahr füllt sich dann mit dem Kapstadt bzw. TTdR-Highlight als Ziel. Schleifer-Sven hat uns mal auf einem seiner Vorträge, ich glaube es war auf der ersten AIDA-Laufreise, etwas von einer höchstens "Zweigipfeligen Saisonplanung" erzählt, die man im Langstreckenlauf vornehmen sollte. Damit wäre Kapstadt noch nicht einmal ein "Gipfel", sondern ein Trainingslauf zur TorTour de Ruhr.Das heißt ja, dass man sich auf ein Event konzentrieren soll und alle anderen Läufe dem unterordnen. So wird es sein. Aktuell plane ich nach dem Silvesterlauf, den ich wieder flott angehen möchte, in Bertlich am 14.2. erstmals den Marathon zu laufen. Dort starten dann traditionell die Two-Oceans-Starter unserer Reisegruppe, um sich mit diesem Lauf auf dem 56 Kilometer zwischen Indischem und Atlantischen Ozean vorzubereiten. Mitte März steht dann der 6-Stunden-Lauf in Münster an. Und am 23./24.5. findet dann am Seilersee der 24-Stunden-Lauf an, wo wir dann insbesondere das Ultra-Nacht-Laufen üben können werden. Wenn es klappt, kommen dann vom 30.4. bis zum 5.5. noch die Riesenbecker Sixdays dazu, ehe die TorTour de Ruhr am 15.5. beginnt. Sieht für mich nach einer relativ runden Planung aus, der eine oder andere längere Trainingslauf wird dazu kommen.

Das "Gipfel" ist hier also rein sportlich gemeint. Die anderen gemeinsamen Läufe mit unseren Lauffreunden werden wir nicht am totalen Limit laufen, aber mit viel Spaß genießen bleibt zu hoffen, dass wir so gesund bleiben, dass wir dieses tolle Programm auch abspulen dürfen. Und darum mache ich jetzt weiter Pause!

Montag, 26. Oktober 2015

Von Berlin nach Frankfurt


Puh, lange nicht mehr den Blog gefüttert. Aber es war in jeder Beziehung so viel los in dieser Zeit. Ich hatte vielfach den Kopf nicht frei dafür. Aber der Reihe nach.
Nach dem Trail des 600 Boitheux war ich ja recht euphorisch was mein Knie angeht. Die Läufe in der zweiten Septemberwoche gingen trotz strammen Tempos ganz gut und ich fing schien an zu bedauern, mich als Zugläufer für Laufkollegen selbst begrenzt zu haben, was den Frankfurt-Marathon so angeht. Eine schöne 55 Minuten Runde mit Ausdauerschulen-Kollegen Matthias, relativ spontan verabredet, gefiel uns beiden am sonnigen Rheinufer und im windigen Binsheimer Feld gut. Das Knie zwickte nicht, auch bei 4:47er Pace über 55 Minuten. Am Samstag stand dann nochmal Rennradtraining mit der Ausdauerschule an, Windschattenfahren und der "belgische Kreisel" waren hier das Thema, ging über 60 Kilometer und war durchaus nicht unanstrengend. Sonntag, den 13.9. dann der erste lange Lauf in hohem Tempo. Die wechselnden Zeitintervalle schrieb ich mir auf einen Zettel, dann ging ich am Sonntag morgen alleine los auf meine 25 Kilometer-Tour. Ich wollte mal wieder die Rheinbrückenrunde über die A42-Brücke und zurück über Ruhrort nehmen. Auf der Brücke, am Ende meines ersten GAT 2- Tempoabschnittes erreichte ich einen jungen Laufkollegen samt Radbegleiter. Wir kamen ins Gespräch. Er war erst 25 und bereitete sich auf seinen ersten Marathon in Düsseldorf 2016 vor. Eine etwa 11 Kilometer-Runde hatte er vor. Wir liefen einStücj gemeinsam und er stellte mir viele Fragen, nachdem ich mich als recht erfahrener Läufer geoutet hatte. Es war sehr interessant, ich fragte dann mal einfach, ob er gleich auch einmal meinen Kilometer in 4:30er Pace mal mitgehen wolle. Denn so unfit wirkte er nicht. Gemeinsam absolvierten wir den Tempokilometer. Danach war der junge Kollege aber sichtlich angeschlagen, so dass ich mein Tempo von 4:50 mal auf knapp über 5 reduzieren musste. Er fragte mich ziemlich viel, was so die Trainingsverteilung und auch die Ernährung (da bin ich wohl eher nicht der richtige Ansprechpartner) angeht. Macht auch mal Spaß, Tipps weiter zu geben. Ich verabschiedete mich hinter der Ruhrorter Rheinbrücke und machte mich auf die 6 Kilometer Heimweg. Am Ende, nach fast 23 Kilometern, war es dann wieder da. Mein rechtes Knie. Das Knie war natürlich die ganze Zeit über da, aber nun spürte ich es in Gestalt des wohlbekannten stechenden Schmerzes im Bereich des Innenmeniskus. So ein Sch.... . Ich wähnte es bereits erledigt und nun wieder das.
Das sind Momente, wo die Angst in einem hochkriecht. Ich schiebe es wieder auf die Belastung und sage mir, dass Knorpel halt Zeit zur Regeneration braucht. Fest steht, dass es scheinbar nur nach schnellen Belastungen auftritt. Zwei Tage Später ein gesteigerter DL über gut 9 Kilometer. Mit 5:30er PAce angefangen und ale 5 Minuten die Pace um 10 Sekunden beschleunigt, am Ende alles was ging (4:13er PAce über 5 Minuten ging), aber da deutete sich bereits der Knieschmerz wieder an. Ziemlich frustriert ging es danach zum Stabi-Training. Mittwoch war dann mal Pause, Donnerstag stand das ungeliebte 2/1-2/1 auf dem Programm des gemeinsamen Trainings der Ausdauerschule Hier wird immer 2 Minuten bzw. 1 Minute gelaufen, was geht. Danach gibt es eine Minute Trabpause. Das Ganze vier mal, dann war ich gut durch, wie man so schön sagt. Mit einer Pace irgendwo zwischen 3:30 und 3:47, die letzte Minute in 3:12, wurde das abgespult. Mein Knie meldete sich nicht, waren aber auch nur 7,5 Kilometer. Grund zum Optimismus? Ich weiß es nicht. Das Tempo fiel mir nicht mehr so leicht, aber so schnell muss ich ja in Frankfurt auch nicht sein. Ich merke jetzt und hier, dass es plötzlich alles nicht mehr so leicht ist. Mein Körper ist keine Maschine, er schreit nach einer Auszeit. Aber ich will ihn nicht erhören. Denn das gehörte nicht zu meinem Plan.
Freitag dann mal wieder ein ultimativer Knie-Test: Knapp 17 Kilometer bei herrliche sonnigem Wetter entlang des Rheins und^durch den Wald un 4:47er Pace. Es lief. Und mein Knie lief schmerzfrei.Immerhin schafft es nun wieder 17 Kilometer, ohne zu maulen. Aber Sonntag würde es sich zeigen, was Sache ist. Denn der 7. LiDoMa stand endlich an. 8 Runden um das Schloß Nordkirchen, das "westfälische Versailles", viele nette Leute und die liebevolle und engagierte Organisation von Frank Pachura.
Für mich zwar nur ein Trainingslauf, aber ein echter Test für meine lädierten Extremitäten. Wie würde es laufen? Ich hatte eigentlich beschlossen, das ganze dann mal langsam anzugehen, denn langsam ist für mich nun die Alternative, das ging ja in Belgien beim Trail auch. Ehe ich Frankfurt gar nicht laufe, laufe ich dort eher in 4 Stunden, wenn es dafür meiner Gesundheit nicht schadet.
Mit Marco und Kim fuhren wir nach Westfalen, wobei die beiden wegen des eine Woche später anstehenden Berlin-Marathons nur als Helfer dabei waren. Es gab ein großes Hallo, viele bekannte Gesichter erfreuten uns durch ihre Anwesenheit, dann standen wir schon am Start. Das Wetter meinte es gut, zwar war die Sonne der vergangenen Tage einer dichten Wolkendecke gewichen, aber es sollte trocken bleiben. Ich war zunächst in einer Gruppe mit "Ironman" Uwe und Michael aus Essen unterwegs. Mit Uwe war ich schon den ersten LiDoMa gelaufen, Michael kannte ich mehr oder weniger flüchtig aus den sozialen Netzwerken und vom gelegentlichen Sehen am Baldeneysee in Essen. Michael wollte gerne unter 4 Stunden laufen, das sollte kein Problem für uns sein.
Wir unterhielten uns  angeregt, es verging Kilometer um Kilometer auf einer kurzweiligen und schönen Runde. Ups, die erste Hälfte war in 1:47 etwas zu flott dahingegangen. "Wenn es so weitergeht laufen wir eine 3:35, Michael".Das wäre PB, aber da war schon klar, dass wir das Tempo nicht würden halten können. Für mich erschien es kein Problem, aber die Vernunft mahnte auch mich zum Bremsen. Nicht schon wieder die gelbe Karte von meinem Körper.
Fröhlich Läufergeschichten austauschen ging es dann deutlich langsamer in die zweite Hälfte. Ich gab phasenweise den "Sklaventreiber", um die Pausen am üppig gedeckten Verpflegungstisch nicht zu lang werden zu lassen. In den letzten Runden machten wir dann kurze Gehpausen, weil Michael kleine Probleme hatte. Komischerweise merkte ich in der letzten Gehpause mein Knie, aber beim Gehen, nicht etwa beim Wiederanlaufen. Egal, ohne wesentliche Schmerzen ging es dann gut gelaunt mit Michael in 3:57 ins Ziel. Damit hatte er seine sub 4 und ich die Gewissheit, dass ich Frankfurt würde laufen können. Danke von hier noch einmal an Frank und sein Team für eine wieder mal unvergessliche Lauffveranstaltung in tollem Ambiente. Vor allem aber für die Sicherheit, dass ich doch Marathon laufen kann.
Die letzte Septemberwoche stand im Zeichen einer kurzen Regeneration nach dem Marathon in Nordkirchen. Den Samstag nutzen wir zu einer letzten Rennradausfahrt durch unsere Felder. Ach ja, der Laktattest bescheinigte uns sehr guten Trainingszustand. Aber das war mir eigentlich schon vorher klar.
Am Freitag dem 2.10. dann die ersten Vorboten der Wende in meiner Trainingseuphorie. Bei schönem sonnigem, aber etwas windigem Herbstwetter ging ich auf die 24 Kilometer-Runde Tempowechsellauf, wie es mir der Schleifer mehrfach in den Trainingsplan geschrieben hat. Erst 10 Minuten regenerativ, dann die meiste Zeit in GAT 1, wa ich dann mal so als Marathon-Renntempo von 4:45-4:50 interpretierte, dazwischen zwei Mal 15 Minuten in 4:30 - 4:35er Pace dazwischen. Das erste Mal ging es noch ganz gut, dazischen fielen mir phasenweise die 4:50 schon nicht leicht und in der Vierbaumer Heide musste ich die zweite Viertelstunde 4:30 schon gut knautschen. Was war ich froh, dass ich zuhause war. Knapp 24 Kilometer. Und die nächsten beiden Tage dann pausenlos auf dem Fahrrad, denn wir wollten mit Marco und Kim die Ruhr von Winterberg bis Duisburg abfahren. Streckenbesichtigung für unser kleines Pfingstprojekt 2016. An dieser Stelle möchte ich nicht über das wunderschöne Wochenende auf unseren Rädern mit Marco und Kim berichten, das würde den Rahmen sprengen.
Jedenfalls gehen irgendwo auch die knapp 250 Radkilometer in zwei Tagen auf die Knochen, das spürte ich am Montag beim 40  Minuten Tempolauf bei herbstgrauem Wetter. Ich kam nur auf einen Schnitt von 4.38 und nichts ging mehr leicht. Na gut, Freitag den anstrengenden langen Lauf, die ganzen Radkilometer und dann gleich wieder Tempo....
Aber das gute Gefühl sollte nicht mehr so ganz wiederkommen. Auch die zwei Mal 3,5 Kilometer, unterwegs garniert von leichten Knieproblemen bei 4:05er Pace, beim Training der Ausdauerschule ging nicht eben leicht aus dem Fuß. Für den Traildorado am Wochenende in Arnsberg, auch hier genial organisiert von Michel Ufer und seinem Team um Heiko Thoms , hatte Schleifer Sven mir drei Trainingseinheiten, sozusagen ein Mini-Trainingslager, in den Plan geschrieben. Da ich auch noch zwei Vorträge halten sollte, waren damit die 24 Stunden durchaus sinnvoll gefüllt. Ein Bett hatten Claudia und ich ja auch gebucht.
Die 4,1 Kilometer-Runde war extrem anspruchsvoll, nicht allein wegen der 120 Höhenmeter fast ausschließlich im ersten Teil der Strecke, auch wegen der rutschigen Wege, die gerade bergab zum Problem werden könnten. Eine Sturzverletzung zwei Wochen vor Frankfurt wäre fatal. Und genau das passierte Claudia. Ein blödes Überholmanöver und schon war der Fuß umgeknickt, sie auf den Knien gelandet, diese geprellt und die Emaille beidseitig ab. Mit blutenden Knien lieferten Heiko und ich sie beim Sani ab und ich machte mich auf meine 3 schnellen Runden. Die waren ganz schön heftig, zwischendurch bekam ich dann  mit, dass Claudia schon wieder auf der Piste war. Das beruhigte natürlich ungemein. Als ich, zugegeben ziemlich am Ende, meine Dauerüberhol-Vollgas-Runden endlich geschafft hatte, lief sie noch ein Weilchen weiter, ehe ich sie dann nach meinem Vortrag aus dem Rennen nehmen konnte. In der Nacht, besser am späten Abend drehten wir noch drei Runden, fanden es dann im Hinblick auf Frankfurt und Claudias Prellungen zu riskant und gingen dann schlafen bzw. ans Lagerfeuer.

Am Sonntag Morgen kam Claudia kaum aus dem Bett, die Ruhe hatte diesmal den lädierten Beinen wohl nicht gut getan. Nach dem Frühstück ging es bei herrlich kaltem, sonnigem Wetter wieder auf die Piste. Bei Claudia rollte es sich ein während ich noch einmal einen Vortrag über den K78 hielt. Danach standen 3 Runden zügig auf dem Plan. Die machten am Morgen richtig Spaß, die Rundenzeiten waren knapp langsamer als am Samstag, aber dennoch konstant flott.
Der Montag danach kam mit deutlichem Muskelkater und einem offensichtlich gereizten Nerv im Rücken, der einen leichten Schmerz in den linken hinteren Oberschenkel ausstrahlte. Super! Da war dann wohl ein weiteres Problem, den schnellen und langen bergab-Passagen und den gekrümmt gelaufenen steilen Anstiegen sei Dank!
Zwei Tage Pause laut Plan waren nötig, besserten die Lage aber nur geringfügig. Scheint, dass mein Körper schon mal gerne Pause machen würde...
Mittwoch quälte ich mich dann irgendwie durch die 40 Minuten Tempowechsellauf 4 Minuten 4:45/4:20er Pace. So richtig lustig war es nicht und fast hätte ich mich verzählt. War dann regelrecht geschockt, dass ich nochmal ran musste. Es verdichtete sich die Erkenntnis, dass die Lockerheit und die Euphorie der ersten Septemberwochen unwiederbringlich verloren war. Gut, dass bald das Tapering beginnen sollte. Am Samstag vor Frankfurt hatte ich mich nur für die letzten 70 Minuten zügig mit 15 Minuten Vollgas mit Marco und einem Laufkollegen aus dem Nachbarort verabredet. Der Lauf gaing dann nochmal gut, wobei die 15 Minuten unter 4:30 schon hart waren. Aber zusammen geht alles besser.
Jetzt beginnt die mentale Vorbereitung. Ich sah mir nochmal die Bilder der letzten Jahre an, das Streckenvideo (überflüssig, kenne die Strecke nach inzwischen drei Durchläufen auswändig) und freue mich. Ziele? Nachdem mein lieber Werner mir leider verletzungsbedingt weggebrochen ist, werde ich versuchen, Trainingskollege Dominik unter 3:25 h zu ziehen. Ob ich das schaffen werde? Ein Restzweifel blieb bei meinen vielen Baustellen Knie, Fuß und Nerv. Aber die Strecke würde mich tragen. Wenn es gut läuft, könnte ich Jahresbestzeit für mich laufen. Das wäre 3:23:18. Und dann ist Pause. Au weia....wie werde ich das aushalten!