Nun ja, der faulige Nachmittag am Freitag am Strand schien mich mehr fertiggemacht zu haben als die Intervalle des Vormittagstrainings. Jedenfalls hatte ich am Abend wieder den "Kopf zusitzen" und zog mich noch vor meiner Frau in die Kemenate zurück. Heute konnten wir bis kurz nach sieben ausschlafen, denn erst um 10 Uhr standen 70 Minuten Dauerlauf auf dem Plan. Marc Böhme htte gebeten, dass alle die Lauftreff-Shirts vom Baldeneysee anziehen sollten, war jetzt etwas blöd für die, die das gute Stück gester beim Intervall vollgeschwitzt hatten.
Nach einem Gruppenfoto zur besten Lauftreff-Zeit ging es dann auf die Piste Richtung Conil. Es ist schon bemerkenswert, wie schön das Laufen bei ansteigenden Temperaturen und strahlend blauem Himmel sein könnte. Wenn nur meine blöde Erkältung nicht wäre.... Unter des Schleifers bremsender Anleitung bemühten wir uns, die Pace so auf 5:30 zu halten und genossen noch einmal die schönen Ausblicke entlang der Steilküste kurz vor dem Leuchtturm. Konsequent umrundete ich denselben und dann ging es zurück über die schnurgerade Straße, die, wie bereits auf dem Hinweg, immer bergauf zu führen scheint.Meine Theorie zur Plattentektonik erläutere ich in meinem Video-Blog ausfführlicher.
Ich merkte jedenfalls, dass mir entweder das Trainingslager mit etwa 110 Kilometern seit Montag oder meine Erkältung doch ein wenig die Kraft aus den Beinen zieht und brauchte mich kaum anstrengen, nicht schneller als 5:25er Pace zu laufen. Bin ja mal gespannt, wie das morgen bei dem Rennen über die unbekannte Distanz klappen wird. Wie wir beim Abendessen noch erfahren hatten, als Marc mit der Größenliste herumging, gibt es für die 5 € sogar noch ein Finisher-Shirt. Oder war es doch die Uniformgröße auf der Proskribtionsliste der spanischen Fremdenlegion? Man weiß es nicht.....aber solange man uns nicht nach dem Kopfumfang fragt....
http://youtu.be/BJioTuAsJHA
Samstag, 14. März 2015
Freitag, 13. März 2015
Trainingslager Tag 4 und 5
Nun, der Tag vier endete bereits irgendwie seltsam. Auf der Black & White-Party am Abend war irgendwie schon nicht so gut, Claudia war ohnehin wieder schlecht. Ich konnte in der Nacht schlecht schlafen, hatte Kpfschmerzen, war ständig wach und hatte keine Idee, wie ich die 7 x 1000 m Tempointervealle überleben sollte. Aber war ja auch Freitag der 13. Was soll man da erwarten?

Da Claudia um 7:30 Uhr noch frei hatte, zog ich mich alleine an und begab mich zum Treffpunkt des regenerativen 30-Minuten-Morgenlaufs. Der ging, bei um 10 Schläge erhöhtem Ruhepuls und zu sitzendem Schädel schon gefühlt eher als TDL anstelle als REG-Lauf durch. Schleifer-Sven hatte ja ohnehin gesagt, ich solle die Intrevalle nicht am Anschlag laufen unsd so fasste ich den Plan, es einmal im Marathonrenntempo von 4:30 Min/Km zu probieren.
Nun, was soll ich sagen? Einmal dort angekommen, gingen die ersten 1000 Meter schon ganz gut. Es handelt sich um eine relativ gute Runde durch eine Art Stadtpark, das Geläuf ist allerdings leicht wellig und stellenweise von Wurzeln und einzelnen Steinbrocken übersäht, im vergangenen Jahr hatte ich hier ziemliche Probleme im Knöchel. Diese Jahr war ich mental auf die bösen Bodenverhältnisse eingestellt und war selbst überrascht, wie gut es ging. Der letzte wurde in 4:02er Pace sogar noch der schnellste, obwohl ich wirklich nur auf gefühlten 90% gelufen war. Und das gute daran: Auf dem Rückweg ging es mir deutlich besser. Den freien Nachmittag verbrachten wir am Strand vor dem Hotel, den Schleifer-Sven hatte auf dem Rückweg ja philosophiert, dass er sich etwas dabei denke, wenn er "frei" in die Trainingspläne schrieb. Nun, Marco hatte für einige noch eine Runde Spinning organisiert. Lass sie sich mal kaputt fahren.....
Aber seht selbst:
http://youtu.be/2cZSV2hz2Qo

Da Claudia um 7:30 Uhr noch frei hatte, zog ich mich alleine an und begab mich zum Treffpunkt des regenerativen 30-Minuten-Morgenlaufs. Der ging, bei um 10 Schläge erhöhtem Ruhepuls und zu sitzendem Schädel schon gefühlt eher als TDL anstelle als REG-Lauf durch. Schleifer-Sven hatte ja ohnehin gesagt, ich solle die Intrevalle nicht am Anschlag laufen unsd so fasste ich den Plan, es einmal im Marathonrenntempo von 4:30 Min/Km zu probieren.
Nun, was soll ich sagen? Einmal dort angekommen, gingen die ersten 1000 Meter schon ganz gut. Es handelt sich um eine relativ gute Runde durch eine Art Stadtpark, das Geläuf ist allerdings leicht wellig und stellenweise von Wurzeln und einzelnen Steinbrocken übersäht, im vergangenen Jahr hatte ich hier ziemliche Probleme im Knöchel. Diese Jahr war ich mental auf die bösen Bodenverhältnisse eingestellt und war selbst überrascht, wie gut es ging. Der letzte wurde in 4:02er Pace sogar noch der schnellste, obwohl ich wirklich nur auf gefühlten 90% gelufen war. Und das gute daran: Auf dem Rückweg ging es mir deutlich besser. Den freien Nachmittag verbrachten wir am Strand vor dem Hotel, den Schleifer-Sven hatte auf dem Rückweg ja philosophiert, dass er sich etwas dabei denke, wenn er "frei" in die Trainingspläne schrieb. Nun, Marco hatte für einige noch eine Runde Spinning organisiert. Lass sie sich mal kaputt fahren.....
Aber seht selbst:
http://youtu.be/2cZSV2hz2Qo
Donnerstag, 12. März 2015
Trainingslager Tag 3
Gestern nach dem eiskalten Frühsport und anschließend ausgedehntem Frühstück und eben solchen Magenwänden (vielleicht waren die 3 Pancakes mit Karamellsirup am Ende doch zuviel???) beschloss ich, zu Mittag einmal eine kleine Diät einzulegen und mich auf eine Rinderbrühe und Mi eralwasser zu beschränken. Gesagt, getan. Anschließend am Strand genossen wir mal wieder das herrliche Frühlingswetter, allerdings mit leicht verhaltener Stimmung. Die drohenden Bergintervalle drückten irgendwie die Stimmung.
Am Ende war es gar nicht so schlimm. Ich hatte mir die Pace vom letzten Jahr angeschaut und wollte etwas langsamer angehen, das gelang mir auch trotz der tückischen Strecke, welche die ersten 100 Meter relativ flach verläuft und dann parabelförmig ansteigt. Das heißt ja auch immer, andere laufen zu lassen. Aber mein ziel ist der Wien-Marathon und nicht die goldenen Ananas im Trainingslager. Schnell waren 5 Intervalle vorbei, die Hälfte somit geschafft. Und die schnelle Truppe umd Karsten, Marc und Sascha hatten erst eine Drittelrunde Vorsprung. Die mittleren machte ich bewusst etwas ruhiger und konnte zum Ende hin wieder eine 4:15er Pace laufen. Irgendwie war man zwar fertig, aber als wir alle im Hotelpool als Eistonnenersatz unsere Fahrgestellt kühlten, fühlte ich mich frischer als auf dem Weg vom Strand ins Hotelzimmer vor den Intervallen.
Aber seht selbst....
https://www.youtube.com/watch?v=ChC6eqdU7DA
https://www.youtube.com/watch?v=4DXLCnTPvmo
Am Ende war es gar nicht so schlimm. Ich hatte mir die Pace vom letzten Jahr angeschaut und wollte etwas langsamer angehen, das gelang mir auch trotz der tückischen Strecke, welche die ersten 100 Meter relativ flach verläuft und dann parabelförmig ansteigt. Das heißt ja auch immer, andere laufen zu lassen. Aber mein ziel ist der Wien-Marathon und nicht die goldenen Ananas im Trainingslager. Schnell waren 5 Intervalle vorbei, die Hälfte somit geschafft. Und die schnelle Truppe umd Karsten, Marc und Sascha hatten erst eine Drittelrunde Vorsprung. Die mittleren machte ich bewusst etwas ruhiger und konnte zum Ende hin wieder eine 4:15er Pace laufen. Irgendwie war man zwar fertig, aber als wir alle im Hotelpool als Eistonnenersatz unsere Fahrgestellt kühlten, fühlte ich mich frischer als auf dem Weg vom Strand ins Hotelzimmer vor den Intervallen.
Aber seht selbst....
https://www.youtube.com/watch?v=ChC6eqdU7DA
https://www.youtube.com/watch?v=4DXLCnTPvmo
Mittwoch, 11. März 2015
Trainingslager Tag 2
Der Nachmittag des ersten Tages begann mit einem schönen 70-Minütigen gesteigertem Dauerlauf. Bei herrlichem Sonnenschein führte Trainer Roman unsere Trainingsgruppe 1 zunächst den Berg hinauf , dann in die "Savanne", jene keniánisch angehauchte Busch und Graslandschaft, die ich bereits in den Blogs des letzten Jahres umfänglich beschrieben hatte. Das Geläuf dort war mal wieder , sagen wir mal grenzwertig. Sandpiste wechselte sich ab mit eingetrockneten Treckerspuren und Geröllpiste. Aber das bremste unsere Pace und die schönen Kilometer antlang der Steilküste Richtung Leuchtturm entschädigten für die beanspruchten Fußgelenke. Der Rückweg sollte dann auf fast schnurgeradem Asphatlbelag "gesteigert" stattfinden, was für Michael und mich bedeutete, dass wir uns von der 5er Pace langsam in Richtung 4:30 - 4:20 steigern wollten. Jeanette, die Quaotenfrau in unserer Trainingsgruppe und offensichtlich eine sehr gute Läuferin, unterstützte mich anfangs in Unkenntnis der kommenden Strecke bei meinen verzweifelten Bremsversuchen. Denn Michael schie es schwer zu fallen, Marius und Andreas vobrbei und nach vorne weg ziehen zu lassen. Aber ich mahnte zur Besonnenheit, dies war erst Tag eins einer Kilometerreichen Wochen. Am Ende zog Jeanette dann ab, unsere Pace erreichte auch gut 4:16, immer leicht bergan auf dem letzten Kilometer und damit eigentlich zu schnell. Dann war es schon geschafft. Durch die Parkanlagen an den Dünen trabten wir zurück zum Hotel und hatten gut 15,5 Kilometer absolviert.
Am Abend dann das gewohnt opulente Büffet, anschließend amüsierten wir uns über die stümperhaften Versuche der Aldiana-Crew, die Übertragung des Spieles unserer Königsblauen bei den Königlichen auf die Großleinwand zu bringen, die mit der Aufforderung an den Saal endeten, das Spiel doch bitte auf den Zimmern zu verfolgen. So hatten Michael und ich bereits die ersten beiden Tore verpasst, als wir es uns vor dem Flachbildschirm auf seinem Zimmer gemütlich machten, um unser grandioses Ausscaheiden aus der Champions-League zu verfolgen.,
Heute ging es dann nach eiskaltem Frühsport um 7:30 Uhr bei gefühlten 5 Grad nach dem reichhaltigen Frühstück mit Stabi bei Schleifer-Sven weiter, ehe gleich der Höhepunkt der ersten Trainingstage folgen wird: 10 x 300 Meter Bergsprint. Ich freu mich drauf......*nicht*
Hier gibt es den Blog im Bild mit Ton:
Dienstag, 10. März 2015
Trainingslager Tag 1
So, wir sind angekommen. Mein erster Video-Blog ist abgedreht uns wir fangen an das im Vergleich zum letzten Jahr erheblich wärmere Wetter zu genießen. Darum werde ich auch hier nicht soooo viel schreiben, sondern eher erzählen.
http://youtu.be/bcYULa60Ko0
http://youtu.be/bcYULa60Ko0
Ich hau mich jetzt erst mal in die Sonne.
Montag, 9. März 2015
Die Woche danach und davor....der letzte "Lange"
Die Woche stand ganz im Zeichen der Nachbereitung des 15er Wettkampfes bei gleichzeitiger Vorbereitung auf das Trainingslager. Nach dem ich mich am Wochenende genug auf meine läppische 10-Sekunden-Verbesserung über 15 Kilometer gefeiert hatte holte mich der Lauf am Montag nach Feierabend schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Denn was noch vor zwei Wochen in einem 4:38er Schnitt noch so locker ging, ging plötzlich nicht mehr von alleine. Die Beine waren insgesamt schwerer, die 60 Minuten insgesamt länger und ich selbst irgendwie insgesamt leerer als bisher. Scheinbar hängt man eine Vollbelastung doch nicht mal so eben mit den verschwitzten Klamotten über die Trockenleine. Ich setzte auf den Mittwoch.
Zum Stabi-Training am Dienstag erschien Sigrid, die das Training zwar auf eine nette Art leitet, die aber durchaus Muskelkater an wenig bekannten Körperarealen verspricht. Uns so kam es auch.
Am Mittwoch hatten wir uns mit alten Jugendfreunden, die noch im Umkreis beheimatet waren, bei unserem Kubaner am Lohheider See zum Essen verabredet und schwelgten ein wenig zwischen vorgestern und heute, das machen wir seit dem letzten Jahr und ich hoffe, dass es Tradition wird. Davor bleibe dann eh nur Zeit für eine 45-Minuten GAT 1 Einheit und als ob der Schleifer-Sven es im November geahnt hätte, stand genau die auch im Trainingsplan. Leider ging auch die wieder nicht so locker vom Fuß, wie erhofft. Trotz der kürzeren Zeit war es der gleiche K(r)ampf wie am Montag. Mit Mühe eine 4:40er Pace, viel Wind und am Ende dank eines Schauers noch mal so richtig schön nass geworden.
Schleifer Sven schien meinen Zustand geahnt zu haben, denn das Training am Donnerstag an der Regattabahn, welches 4 x 8 km GAT 1 mit 2 Minuten Trabpause versprach, wurde dann mal auf 45 Minuten REG/GAT 1 zusammengeführt, da wir ja alle so schön am Samstag Bestzeiten gelaufen hatten. Bei Max Merkel nannte man diese Strategie mal "Zuckerbrot und Peitsche". Aber der fan ja auch die Autobahnauffahrt Richtung München das schönste am Ruhrgebiet.
So bleib Gelegenheit, mit dem Trainer auch mal ein paar Worte unterwegs zu wechseln. Er hielt zum Einen nach dem Wettkampf das schlechte Trainingsgefühl für relativ normal, er riet vom Vollgas-HM in Venlo und erst recht in Duisburg ab und er meinte sogar, ich solle im Trainingslager bei den harten Intervallen die Tempospitzen maximal bei 4:15 belassen. So hatte ich mir das zwar auch schon gedacht, aber ich weiß ja auch aus Erfahrung, wie das dann "in reality" läuft. Sven meinte bestimmt die Pace beim Bergansprint, so kennen und mögen wir unseren Schleifer!
Claudia hatte es die Woche ziemlich mit einer Erkältung erwischt, gerade noch rechtzeitig, um entweder mich zum Trainingslager damit anzustecken oder/und sich bis dahin auszukurieren. Vor diesem Hintergrund hatte sie vernünftigerweise das Donnerstag-Training sausen lassen, war aber nicht davon abzubringen, am Samstag mit zum Baldeneysee zu kommen, wo ja noch die 32-34 Kilometer auf dem Plan standen. Diesmal für mich allerdings nicht mit Endbeschleunigung, wegen des anstehenden Trainingslagers eine erneut vernünftige Anweisung des Cheftrainers. In der ersten Runde war es solange schwierig, bis man die üblichen Verdächtigen hatte nach vorne abreissen lassen, danach schafften wir zumindest einen Schnitt von 5:20 ganz gut. In der zweten Runde wurde selbst der mit zunehmender Dauer aber, wenngleich noch nicht anstrengend, so doch nicht mehr ganz so locker aus den Beinen, wie noch zu Beginn. Birgit war mal wieder dabei, aber die trainiert ja auch im Normalfall ganz vernünftig. Dennoch war es erneut Sven, der mich immer wieder bremste und uns auch in der zweiten Runde begleitete. Nach Auslaufen auf den letzten zwei Kilometern, bei denen die Morgenkälte endlich dem versprochenen Frühlingstag Platz gemacht hatte, stand auf 32,7 Kilometern ein Schnitt von 5:23 und ein gutes Gefühl, wenngleich dies der letzte richtig lange Lauf vor dem hoffentlich großen Auftritt in der Kapitale unseres südlichen Nachbarn war.
Ach ja, Marc Böhme hatte noch einen Schutest mit Adidas organisiert, es galt, den neuen Ultra Boost einmal auf seine Füße wirken zu lassen. Es war das gewohnt komfortable Laufgefühl, zum Test der Stabilität reichten 18 Kilometer nicht aus, denn vor der zweiten Runde wurde um Schuhabgabe gebeten. Was mich allerdings vom Hocker haute, war der Preis von knapp 180 €. Hier wird deutlich eine Grenze überschritten, wie ich finde. Auch wenn die Boost-Produkte die aktuelle Cash-Cow der Adidas-AG darstellen, frage ich mich, wie man das alles noch finanzieren soll. Bereits der Energy Boost kostet inzwischen 160 €. Ich verkneife mir jetzt mal, das in DM auszudrücken, aber davon bin ich früher eine Woche in den Urlaub gefahren. Zumal bei uns immer noch zwei Paar Schuhe zu kaufen sind, und die bei unseren Laufleistungen kein Kalenderjahr im Betrieb sein würden.
Aber wir zahlen es ja, denn am Schuh soll man ja nicht sparen......fragt sich nur, wie lange noch!
Das ist bitte keine Kritik an den tollen Testschuhaktionen von Marc Böhme und auch Karsten Kruck, die bringen mehr als jedes Laufband und ich habe schon so manches Modell anschließend auch gekauft. Aber irgendwann stößt man halt an die Grenzen seiner finanziellen Möglichkeiten, fürchte ich. Wenn jeder von uns nur 4 Paar Schuhe im Jahr braucht, was bei 800 Kilometern durchaus im Rahmen unserer Jahreskilometer liegt, wären das bei den Preisen ja über 1400 € nur für Schuhe. Oder 1 € je 4 gelaufene Kilometer. Ich werde wohl demnächst ein Sparschwein und ein wenig Hartgeld mit zu den Trainingsläufen nehmen. Aber Zimsen gibt's ja eh grad keine.....
Sonntag dann bei wirklich frühlingshaften Temperaturen sind wir dann nur ein gemütliches Ründchen um den Lohheider See gelaufen, Claudia ging es ein wenig besser, natürlich aber hat die Erkältung ihr einige Kraft aus den Beinen gesaugt. Aber das wird wieder. Ob die 26 Kilometer am Baldeneysee schon eine gute Idee warenm wagte ich zu bezweifeln, aber hätte ich die ganz weggelassen? Ich finde es wichtig, dass man im erkälteten Zustand nicht in die Nähe seiner Grenzen geht. Fieber war nicht da, insofern hätte ich den Lauf in langsamem Tempo wohl auch absolviert. Ob es richtig ist, weiß niemand wirklich. Hoffen wir mal, dass es gut geht....
Dann mal wieder Koffer gepackt, für eine Woche mit zwei Mal täglichem Training sind zwanzig Kilo Freigepäck trotz kurzer Laufklamotten nicht üppig. Ich habe dennoch alles reinbekommen, wenn ich auch entgegen meiner sonstigen Angewohnheiten einen kleinen Trolli als Handgepäckstück auch noch mit den notwendigsten Utensilien versehen habe. Man weiß ja nie, wo der Koffer mal landet......
Ab Dienstag dann hier wieder der tägliche Video-Blog. Bleibt dran!
Zum Stabi-Training am Dienstag erschien Sigrid, die das Training zwar auf eine nette Art leitet, die aber durchaus Muskelkater an wenig bekannten Körperarealen verspricht. Uns so kam es auch.
Am Mittwoch hatten wir uns mit alten Jugendfreunden, die noch im Umkreis beheimatet waren, bei unserem Kubaner am Lohheider See zum Essen verabredet und schwelgten ein wenig zwischen vorgestern und heute, das machen wir seit dem letzten Jahr und ich hoffe, dass es Tradition wird. Davor bleibe dann eh nur Zeit für eine 45-Minuten GAT 1 Einheit und als ob der Schleifer-Sven es im November geahnt hätte, stand genau die auch im Trainingsplan. Leider ging auch die wieder nicht so locker vom Fuß, wie erhofft. Trotz der kürzeren Zeit war es der gleiche K(r)ampf wie am Montag. Mit Mühe eine 4:40er Pace, viel Wind und am Ende dank eines Schauers noch mal so richtig schön nass geworden.
Schleifer Sven schien meinen Zustand geahnt zu haben, denn das Training am Donnerstag an der Regattabahn, welches 4 x 8 km GAT 1 mit 2 Minuten Trabpause versprach, wurde dann mal auf 45 Minuten REG/GAT 1 zusammengeführt, da wir ja alle so schön am Samstag Bestzeiten gelaufen hatten. Bei Max Merkel nannte man diese Strategie mal "Zuckerbrot und Peitsche". Aber der fan ja auch die Autobahnauffahrt Richtung München das schönste am Ruhrgebiet.
So bleib Gelegenheit, mit dem Trainer auch mal ein paar Worte unterwegs zu wechseln. Er hielt zum Einen nach dem Wettkampf das schlechte Trainingsgefühl für relativ normal, er riet vom Vollgas-HM in Venlo und erst recht in Duisburg ab und er meinte sogar, ich solle im Trainingslager bei den harten Intervallen die Tempospitzen maximal bei 4:15 belassen. So hatte ich mir das zwar auch schon gedacht, aber ich weiß ja auch aus Erfahrung, wie das dann "in reality" läuft. Sven meinte bestimmt die Pace beim Bergansprint, so kennen und mögen wir unseren Schleifer!
Claudia hatte es die Woche ziemlich mit einer Erkältung erwischt, gerade noch rechtzeitig, um entweder mich zum Trainingslager damit anzustecken oder/und sich bis dahin auszukurieren. Vor diesem Hintergrund hatte sie vernünftigerweise das Donnerstag-Training sausen lassen, war aber nicht davon abzubringen, am Samstag mit zum Baldeneysee zu kommen, wo ja noch die 32-34 Kilometer auf dem Plan standen. Diesmal für mich allerdings nicht mit Endbeschleunigung, wegen des anstehenden Trainingslagers eine erneut vernünftige Anweisung des Cheftrainers. In der ersten Runde war es solange schwierig, bis man die üblichen Verdächtigen hatte nach vorne abreissen lassen, danach schafften wir zumindest einen Schnitt von 5:20 ganz gut. In der zweten Runde wurde selbst der mit zunehmender Dauer aber, wenngleich noch nicht anstrengend, so doch nicht mehr ganz so locker aus den Beinen, wie noch zu Beginn. Birgit war mal wieder dabei, aber die trainiert ja auch im Normalfall ganz vernünftig. Dennoch war es erneut Sven, der mich immer wieder bremste und uns auch in der zweiten Runde begleitete. Nach Auslaufen auf den letzten zwei Kilometern, bei denen die Morgenkälte endlich dem versprochenen Frühlingstag Platz gemacht hatte, stand auf 32,7 Kilometern ein Schnitt von 5:23 und ein gutes Gefühl, wenngleich dies der letzte richtig lange Lauf vor dem hoffentlich großen Auftritt in der Kapitale unseres südlichen Nachbarn war.
Ach ja, Marc Böhme hatte noch einen Schutest mit Adidas organisiert, es galt, den neuen Ultra Boost einmal auf seine Füße wirken zu lassen. Es war das gewohnt komfortable Laufgefühl, zum Test der Stabilität reichten 18 Kilometer nicht aus, denn vor der zweiten Runde wurde um Schuhabgabe gebeten. Was mich allerdings vom Hocker haute, war der Preis von knapp 180 €. Hier wird deutlich eine Grenze überschritten, wie ich finde. Auch wenn die Boost-Produkte die aktuelle Cash-Cow der Adidas-AG darstellen, frage ich mich, wie man das alles noch finanzieren soll. Bereits der Energy Boost kostet inzwischen 160 €. Ich verkneife mir jetzt mal, das in DM auszudrücken, aber davon bin ich früher eine Woche in den Urlaub gefahren. Zumal bei uns immer noch zwei Paar Schuhe zu kaufen sind, und die bei unseren Laufleistungen kein Kalenderjahr im Betrieb sein würden.
Aber wir zahlen es ja, denn am Schuh soll man ja nicht sparen......fragt sich nur, wie lange noch!
Das ist bitte keine Kritik an den tollen Testschuhaktionen von Marc Böhme und auch Karsten Kruck, die bringen mehr als jedes Laufband und ich habe schon so manches Modell anschließend auch gekauft. Aber irgendwann stößt man halt an die Grenzen seiner finanziellen Möglichkeiten, fürchte ich. Wenn jeder von uns nur 4 Paar Schuhe im Jahr braucht, was bei 800 Kilometern durchaus im Rahmen unserer Jahreskilometer liegt, wären das bei den Preisen ja über 1400 € nur für Schuhe. Oder 1 € je 4 gelaufene Kilometer. Ich werde wohl demnächst ein Sparschwein und ein wenig Hartgeld mit zu den Trainingsläufen nehmen. Aber Zimsen gibt's ja eh grad keine.....
Sonntag dann bei wirklich frühlingshaften Temperaturen sind wir dann nur ein gemütliches Ründchen um den Lohheider See gelaufen, Claudia ging es ein wenig besser, natürlich aber hat die Erkältung ihr einige Kraft aus den Beinen gesaugt. Aber das wird wieder. Ob die 26 Kilometer am Baldeneysee schon eine gute Idee warenm wagte ich zu bezweifeln, aber hätte ich die ganz weggelassen? Ich finde es wichtig, dass man im erkälteten Zustand nicht in die Nähe seiner Grenzen geht. Fieber war nicht da, insofern hätte ich den Lauf in langsamem Tempo wohl auch absolviert. Ob es richtig ist, weiß niemand wirklich. Hoffen wir mal, dass es gut geht....
Dann mal wieder Koffer gepackt, für eine Woche mit zwei Mal täglichem Training sind zwanzig Kilo Freigepäck trotz kurzer Laufklamotten nicht üppig. Ich habe dennoch alles reinbekommen, wenn ich auch entgegen meiner sonstigen Angewohnheiten einen kleinen Trolli als Handgepäckstück auch noch mit den notwendigsten Utensilien versehen habe. Man weiß ja nie, wo der Koffer mal landet......
Ab Dienstag dann hier wieder der tägliche Video-Blog. Bleibt dran!
Sonntag, 1. März 2015
Erste richtige Bestzeit nach 13 Monaten - die 13. Woche auf der Road to Vienna
Bäääääääääääähmmmmmmmm! 1:04:16. Ich kann es kaum glauben, während ich auf dem Rücken auf der Tartanbahn des Duisburger Leichtathletikstadions gleich neben dem Zieleinlaufbogen liege, die Arme gen Himmel und einen ersten Blick auf meine Uhr geworfen habe. Die Freude steigt erst langsam in mir auf, während sich der aufmerksame Sanitäter bereits wieder zurückzieht. Es sind diese Momente, für die sich der Trainingsaufwand lohnt. Fort sind alle Zweifel der letzten Stunde, es ist eine tiefe Genugtuung, dass mein Handeln in den letzten nicht einfachen Wochen so falsch nicht gewesen sein kann. Aber der Reihe nach....
Die Woche begann unspektakulär mit dem auf Dienstag verschobenen Lauf "60 Min GAT 1". Ich machte etwas früher Feierabend, weil sich das aus dem Arbeitsablauf so ergeben hatte und lief einmal eine neue Runde durch dir Vierbaumer Heide und danach erst zum Lohheider See und auf meine inzwischen fast gehasste Orsoyer Allee. Die Rheinuferunde wollte ich nicht schon wieder wegen des morastigen Feldweges am Ende nehmen, auf die Sauerei hatte ich definitiv keine Lust. Ich hatte Glück und blieb trocken, am Ende stand eine wieder etwas ruhigere 4:43er Pace. Stabi-Training am Abend, hier wurde unter Nils' Anleitung nur ein wenig Koordination an der "Leiter" gemacht und ordentlich gedehnt. Donnerstag beim Training dann die üblichen 2 x 1000 m im geplanten Renntempo, der Wind war wieder recht stark und genau zu Trainingsbeginn fiel der erste Regen, der leider stärker wurde. 4:13 und 4:14 waren meine 1000er-Durchlaufzeiten, das war ganz ordentlich und nicht viel zu schnell. Schwierig war hier, dass im Vergleich zum 10er der Tempounterschied zu denen, die die kleine Serie absolvieren hier natürlich größer ist.
Man plagt sich ja fast mit einem schlechten Gewissen herum, wenn man bis zum Donnerstag erst 18 Kilometer gelaufen ist, aber ich soll ja ausgeruht in den Wettkampf am Samstag gehen. Nun ja, 15 Kilometer bei der Nike-Winterlaufserie in Duisburg gehen mir schon bedeutend leichter vom Fuße als die 10 Kilometer. Deshalb hielt sich meine Nervosität auch in engen Grenzen. Klar, eine gesunde Anspannung ist immer vor Wettkämpfen da, aber ich war mir doch relativ sicher, dass ich mein Ziel einer ordentlichen 1:05er Zeit erreichen würde. Zu keinem Moment kamen mir die Zweifel, die mir im Vorfeld den 10-Kilomter-Serienstart schon im Kopf kaputt gemacht hatten, ehe mein alter Kadaver dann nachziehen konnte. Ich hatte mir eine Pace zwischen 4:15 und 4:20 vorgenommen, angelehnt an meinen guten Lauf vom Werl nach Soest zu Silvester. Auf eine Bestzeit schielte ich hier nicht wirklich, denn die Strecke ist meines Erachtens deutlich schwieriger als Werl-Soest, die zwar leicht wellig, aber dennoch durchgängig auf gutem Asphalt der B1 gelaufen wird und nicht über wellige Waldabschnitte, wo es auch noch eng werden kann. Auch der Wind hatte bei meinen guten Versuchen dort immer durchgängig von hinten bzw. schräg hinten geblasen.
Und windig sollte es am Samstag auch wieder sein. Aber ansonsten traumhaftes Winterwetter, 8-9 Grad. Das übliche Startprozedere folgte, ich ging noch zum Start der kleinen Serie um ein paar Bilder zu schießen, dann ging es ans Einlaufen. Bei den Steigerungen dachte ich mir schon "Wie willst Du das gleich über eine Stunde durchhalten?" aber meine langjährige Erfahrung sagt mir ja, dass das am Ende dann doch immer wieder geht. Mit "Alptraum-Anke" aus Drevenack hatte ich schon am Morgen geschrieben, dass sie mich heute nicht aus dem Konzept bringen könne, egal, wann sie mich überholen sollte.
Dann war es soweit, wir standen in der Startaufstellung, gemeinsam mit Jörg vom TuSEM und Michael hatten wir bis auf Sven fast wieder unsere Bertlich-Kombo zusammen. Ich sprach noch kurz mit Anke und ihrem Begleiter, schon fiel der Startschuss und Michael und Jörg waren irgendwie weg. Also mal wieder alleine los. Kilometer 1 noch ohne Gegenwind wurde in 4:10 zwar etwas zu schnell, aber nich völlig überpaced. Dann ging es um die Ecke auf die lange Masurenallee. Die steigt leicht an und der Wind kommt über die nächsten 4 Kilometer schräg von vorne, und zwar mit knapp 20 km/h. Ich hatte mir vorgenommen, hier nicht zu überpacen. Es ging vorbei an Irek, der mir nicht folgte, dann kam schon Anke vorbei. Km 2 in 4:17 war fast im Plan, es lief noch gut. Ich musste mich konzentrieren, mich nicht zu schnell werden zu lassen und es auch noch auszuhalten, überholt zu werden. Das gelang ganz gut, auch wenn ich mich zwingen musste, Anke weglaufen zu lassen. Sie ist nicht meine Kragenweite im Moment. Ich wollte nicht zuviele Kräfte gegen den Wind und anschließend im Wald vergeuden und auf den letzten 5 Kilometern dann mal mit dem Wind im Rücken sehen, was noch so geht, aber kurz nach Eingang in den Wald begann ich zu zweifeln. Ich musste nicht mehr bremsen, sondern mich zwingen, das Tempo zu halten. Und das erneut nach bereits 6 Kilometern. Und jetzt kam der "Bergkilometer" am Aussichtsturm entlang. Aber ich hatte so viel Vorsprung auf die 4:20er Pace, etwa 100 Meter, dass ich mir einen 4:35er Kilometer durchaus eher leisten können würde, als hier meine Kräfte zu vergeuden. Gedacht, getan. Ich wurde langsam am Anstieg und ließ es oben gefühlt gemächlich angehen. Ich hatte zwar 25 Meter meines Vorsprunges auf der Uhr eingebüßt, aber das war ja durchaus der Plan. In der Mitte der "Bergetappe" hatte ich eine sehr gute 4:26 für diesen Kilometer auf der Uhr, also weniger verloren, als gedacht. Ich blieb optimistisch. Auf dem kurzen Bergabstück konnte ich leider nicht laufen lassen, da vor mir eine Gruppe lief und ich nicht im Matsch am Rande der Strecke einen Sturz riskieren wollte. Meine Energie-Boost haben nicht das beste Profil für solche Verhältnisse. Dann war es "in den Bergen" schon geschafft und ich war noch sehr gut in der Zeit, aber meine Beine begannen, mir das leichte Überpacen auf der Masurenallee übel zu nehmen. Obwohl es relativ flach blieb, kam ich nicht mehr auf Tempo 4:23, 4:20 liefen die Kilometer 9 und 10.Es kam mir endlos weit vor, bis endlich der Wasserstand kam, an dem ich mir nur einen winzigen Schluck im vollen vorbeilaufen gönnte. Vor mir sah ich Jörg Gubesch laufen. Das half mir. An dem biss ich mich fest und kam langsam näher. Ein auf die Uhr ließ leichte Panik in mir hochsteigen, nur noch 42 Meter Vorsprung auf die 4:20er Pace. Der Wildförstersee glänzte im Licht der sinkenden Sonne zur Linken, ein tolles Bild durch sie kahlen Bäume. Garniert mit vielen kleinen Segeln vieler Boote, die den Wind als bessere Vorraussetzung zur Ausübung ihres Sportes ansehen konnten. Ich war bei Jörg und hoffte, er würde sich an mich hängen und wir könnten uns gegenseitig antreiben. Ich musste mir immer sagen, dass gleich nicht nur der Wind, der inzwischen nur noch von der Seite kam, von hinten blasen und der gepflasterete Gehweg der Masurenallee die Pace schon richten würden. Kilometer 11 piepste mit 4:21, also fast im Plan. Ich bog ab. Hier war ich beim 10er vor vier Wochen dann völlig am Ende gewesen, heute gng es zumindest etwas besser. Verdammt, Du musst hier zumindest die 4:20 halten. Das ist wichtig für den Kopf und damit für Wien. Ich visierte die Gruppe vor mir an und hängte mich daran. Und die kam tatsächlich näher. Etwas erschreckt und doch erleichtern nahm ich den Kilometer 12 mit einer 4:07 zur Kenntnis. Viel zu schnell, aber es ging ja plötzlich. Und nur noch schlappe 3000 Meter. Jetzt der Schleifer-Sven von hinten oder Roman wie beim 10er als Pacemaker wäre ideal gewesen, aber ich bin das alleine laufen ja gewöhnt.
Ich musste wieder deutlich bremsen, das Tempo würde ich nicht halten. Warum eigentlich nicht, frage ich mich heute. Da ist das wieder. Hätte ich nicht auf die Uhr geschaut, sondern einem Pacemaker folgen können.....egal, bleiben wir im Rennen. An der Reagattabahn war ich wieder auf dem Trainingsweg vom Donnerstag. Und lief dort exakt dieselbe Pace, eine 4:14. Auch das war gut. Auch der 14. Kilometer lief konstant in diesem Tempo. Dann der letzte Kilometer. Die Friedrich-Alfred-Straße, auf der die Brücke, welche die Sportschulengebäude über die Straße hinweg verbindet, einfach immer nicht näherkommen will.Aber ich biss. Ich war dort und bog rechts Richtung Stadion ab. Die Zeit auf meiner Uhr sah ich nicht, aber ich wollte jetzt nichts mehr verschenken. Auf der Tartanbahn zog ich nochmal an. Ich war auf der Innenbahn und plötzlich vor der Kurve eingekeilt. Die vor mir waren zu langsam, neben mir war jemand und hinter mir auch. Mist, aber irgendwie kam ich hinaus auf Bahn zwei, wenn auch erst in Kurvenmitte. Jetzt los, ich sah eine 1:04 auf der Uhr und wusste dass ich es hatte. Der Rest ist oben beschrieben.
Michael kam wenige Sekunden nach mir, er hatte seine PB mit über 7 Minuten pulverisiert. Wir feiern gemeinsam auf der Bahn, ich hatte endlich wieder eine Bestzeit! Die erste echte seit Januar letzten Jahres. Die beiden 30er in Bertlich zähle ich nicht so richtig, weil ich die ja nicht auf Vollgas gelaufen war. Aber vor allem ist wichtig, dass ich mich im Wald nicht habe herunterziehen lassen sondern mein Ding durchgezogen haben. Und das ich Recht hatte und am Ende noch Körner in die Waagschale werfen konnte. Es waren zwar nur 10 Sekunden Verbesserung zu Werl-Soest 2012, aber da herrschte strammer Rückenwind die ganze Zeit.Kaum hatte ich mir etwas über gezogen und hielt nach Claudia Ausschau, hörte ich von Roman, dass sie schon da war. Auch sie hatte heute Gas gegeben und mit 1:13:06 sich auch gehörig verbessert. Und da war sogar noch mehr drin. Doppelte PB gleich doppelte Freude. Insgesamt waren von fast allen von uns Ausdauerschülern gute Zeiten erlaufen worden. Beim leckeren Krombacher Alkoholfrei wurde das gebührend gefeiert, während Claudia noch ein Stück auslaufen wollte, um die 300 Kilometer für den Februar noch voll zu machen. Ach ja, Jörg war auch mit einer flachen 1:05 im Ziel, ebenfalls Bestzeit.
Was mir wichtig ist: Mir geht es hier nicht darum, ob ich besser oder schlechter als andere bin. Mir geht es darum, wie ich abschneide. Wenn andere besser drauf sind, gilt denen mein erster Glückwunsch! Anke kam mit einer tollen 1:02 als 3. Frau ins Ziel - wie gesagt, das war nicht meine Kragenweite.
Ein schöner Tag,wenngleich er durch die Derbyübertragung auf der Rückfahrt leicht eingetrübt wurde. Aber die PB's hätte ich heute für kein Geld der Welt gegen einen Derbysieg getauscht. Man muss auch mal gönnen können, so schwer es hier auch fällt.....
Jetzt geht es in die letzte Woche vor dem Trainingslager. Was freu ich mich auf die harte, aber superschöne Woche imm sonnigen Aadalusien mit Euch allen. Möge der Feinschliff physisch wie psychisch dort gelingen!
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