Dienstag morgen, 7 Uhr im Urlaub. ich sitze schon am Frühstückstisch, denn schon um 8 Uhr ist eine halbe Stunde lockerer Dauerlauf mit Gymnastik angesetzt. Ich dachte mir, das Omelette und der gebratene Bacon liegen besser bein lockeren Strandlauf im Magen als bei den 1000-Meter-Intervallen im Park, die heute angesetzt sind. Um acht treffen sich die Unentwegten hinter der Lobby, dann geht es los zum Strand.
Drei Kilomter später schnell wieder zum Frühstücksraum, um noch ein paar Kleinigkeiten zu sich zu nehmen, dann ist schon wieder Treffen und Abmarsch in drei Tempogruppen in den Pinien-Park mit der 1250-Meter-Runde. Mein Fuß verschlechtert sich leider, je näher wir dem Park kommen. Wusste gar nicht, dass Lustlosigkeit auch ins Sprunggelenk ausstralht. Schleifer-Sven hatte angedroht, jeden aus Gruppe 1.1, der die 1000 über 3:50 läuft mit je einem Klimmzug am Kinderspielplatz pro Sekunde mehr zu belohnen , das nimmt aber keiner recht ernst. Kurz vor dem Start kommen Karsten Kruck mit seinem Team vorbei und geben Irek ein kleines Geburtstagsständchen. Knut rennt dennoch los, als ob er das unterbieten wollte. Ich lasse mich leider zu Beginn mitziehen, bremse zu spät ab und komme halbtot nach 3:54 an. Das war dann schon mal nix, zumal das letzte Stück bei relativ schlechtem Weg leicht bergauf führt, was mein Fuß leider nicht so honorierte. Das zweite und dritte Intervall lief dann etwas ruhiger in 4:05 ab, das vierte musste ich nach zweihundert Metern abbrechen. "Hör auf wenn's nicht geht" - dieser gut gemeinte Tipp von Jörg Bunert erreicht mein Verstandeszentrum in der Birne irgendwie nicht. Irgendwie fühlte es sich an, als ob jemand mit einem stumpfen Messer in einem Sprunggelenk pörkeln würde. Ich schob ziemlichen Frust, als ich die anderen an mir vorbei sprinten sah. Claudia murmelte irgendetwas von Kreislauf und sah jetzt auch nicht gerade aus wie das blühende Leben. Endlos lang zog sich die Runde bis zum Ziel in langsamem Tempo hin, ich glaubte, wieder leichte Besserung zu verspüren und beschloss, Intervall Nummer 5 und 6 wieder zu versuchen. Nr. 5 gelang ganz gut, Nummer sechs dann wieder mit zunehmenden Problemen immerhin noch knapp unter 4 Minuten. Ich war ziemlich alle. Zum Frust über das abgebrochene Intervall kam der über die relativ schwachen Zeiten. Der Rückweg zum Hotel zog sich hin, gut, dass der Nachmittag frei war. Ich ließ mir an der Poolbar nochmal einen Sack Eiswürfel geben und kühlte meinen Knöchel ein wenig. ich will jetzt hier nicht rum jammern, aber ich wollte her eigentlich schon ambitioniert arbeiten, jetzt geht das nicht so, we ich gerne möchte. Und das ärgert mich massiv. Aber ich versuche, mir den Urlaub nicht vermiesen zu lassen!
Den freien Nachmittag verbrachten wir dann mit einer Bustour nach Cadiz. Die Stadt hielt leider nicht ganz, was wir uns davon versprochen hatten. Schöne Gassen mit vielen geschlossenen Geschäften (Siesta!), eine Kathedrale mit 5 € Eintritt und einer mit Netzen abgespannten Decke, damit den Besuchern nicht die abfallenden Putzbrösel die Frisuren ruinieren. Man hätte auch einen Strandspaziergang am Club machen können...... Das Preisniveau war überraschen niedrig. Interessant waren auch die flambierten Mettwürstchen an der Tapas-Bar vor der Kathedrale, die um ein Harr die Speisekarte in Flammen gesetzt hätten. Und die schöne Festung an der Hafeneinfahrt.
Der zweiten Teil der Rückfahrt durch komplett insolvenzgezeichnete Gewerbegebiete endete mit einer Umsteigepanne, so dass uns dann ein Großraumtaxi preiswert zum Hotel brachte. 15 € für sieben Leute war ein fairer Preis, wir gaben ihm 20, die er nach langer Gegenwehr dann auch annahm.
Über die Abende will ich hier keine Worte mehr verlieren, Irek hatte Geburtstag und gab eine Runde "Klopfer" und Ausdauerlutscher zur Feier des Tages. Vielleicht lag es daran, dass wir erst gegen kurz vor Mitternacht den Weg in die Falle fanden....
http://www.youtube.com/watch?v=OAUXECLj1E8
Mittwoch, 12. März 2014
Dienstag, 11. März 2014
Langer Lauf und weiter Knöchelprobleme.....
Am Montag stand nur eine Laufeinheit auf dem Programm.
Unsere Gruppe 1.1 hatte natürlich mal wieder den längsten gezogen und durften
100 Minuten mit Schleifer-Sven auf die Piste.
Auch Marc war bei uns dabei. Claudia und Yvy hatten in Gruppe 1.2. 90 Minuten auf dem
Plan, andere natürlich noch weniger. Meinem Fuß ging es zu Beginn gar nicht
gut. Wir liegen zunächst Bergan bis zum Verteilerkreis an der
Bergsprintstrecke, dann wieder links ab in die „Savanne“.
War der erste Kilometer
noch extrem langsam, so steigerten wir das Tempo dort deutlich, wobei Sven
schon darauf achtete, die Gruppe nicht frühzeitig zu sprengen. Der Boden in der
Savanne besteht aus teilweise sandigen,, teilweise aus getrockneten
Schlamm-Fahrspuren aller Reifengrößen geformten „Wegen“. Meine Sprunggelenke
mussten ständig ausgleichen und mein rechtes bedankte sich mit stechenden
Schmerzen recht herzlich für den ausgewählten Bodenbelag.
Ich hatte keine Probleme mit dem Tempo, aber wenn man
gedanklich immer nur auf das schmerzende Sprunggelenk fokussiert ist, fällt
einem der Lauf aus diesem Grund nicht gerade leicht. Da halfen auch
Schleifer-Svens Geschichten von 7-Tonnen-Nashörnern und giftigen Kap-Cobras
nicht, die ich angesichts der Ähnlichket der Landschaft mit der afrikanischen
Steppe durchaus hinter dem einen oder anderen Busch erwarten konnte. Marc
versuchte, die für uns eher ungewöhnliche Ruhe mit ein paar schmutzigen Witzen
aufzupeppen, was ihm zumindest bei mir nur bedingt gelang. Die Schmerzen wollten
sich nämlich auch nach 6-7 Kilometern noch nicht herauslaufen. Das kann nicht
wahr sein. Ich mache ein super Aufbautraining über den Winter, komme frisch und
in guter Form in Trainingslager und ab dem Vorabend vor dem Abflug kommen diese
Schmerzen im Sprunggelenk angeflogen. Ich möchte hier vernünftig Trainiren und
Form aufbauen, nicht meinen Fuß schonen. Endlich waren wir auf einer
Asphaltstraße Richtung Leuchtturm, wo wir bereits am Samstag gewesen waren.
Aber hier schlug dann der Wind erbarmungslos zu. Ich bin jetzt mit Marc und
Jörg unterwegs. Marco haben wir in der spanischen Bungalowsiedlung bereits
verabschiedet, er kam mit der Symbiose aus schlechten Wegen und doch
anspruchsvollerer Pace heute nicht klar und bricht bei km 10 ab. Sven will ihn
dafür beim Abendessen an den „Flipper-Tisch“ platzieren. Unsere Pace sinkt von
zwischenzeitlichen 5:15 auf 5:35. Aber am Leuchtturm ist Schluss mit dem Wind
von vorne, jetzt bläst er von schräg hinten. Wir laufen auf Marcs Vorschlag den
Naturpfad entlang der Steilküste und werden mit grandiosen Aussichten auf das
mit weißen Schaumkronen übersäte Meer entschädigt. Laut krachen die Wellen
gegen die Felswände unter uns, die Sonne scheint und den Wind kann man von
hinte gar nicht so sehr merken. Zurück über die Straße, das Tempo steigt wieder
deutlich, sehen wir vor uns bereits letzten der 90-Minuten Gruppe. Alles in
Allem ein schöner Lauf, den wir fast exakt nach 100 Minuten und 19 Kilometern
am Hotel beenden. Etwas Gymnastik, dann noch in den Pool. Christina ist so
verwegen und schwimmt tatsächlich ein paar Züge im eiskalten Wasser. An der
Poolbar gönne wir uns ein Bierchen, ich lasse mir noch eine Tüte Eiswürfel
geben, denn mein Knöchel ist ein wenig angeschwollen. Jutta ist Ärztin und rät,
was ihr Berufsstand immer raten muss und was für Läufer das Unwort schlechthin
darstellt: „Mach doch Pause“….. Ich sehe das etwas anders. Solange es physisch
geht, laufe ich. Pause kann ich in der Woche nach de Trainingslager machen. Ich
hoffe, meine Knochen spielen das Spielchen noch ein paar Tage mit.
Mittagszeit, ich esse nur eine Rinderbrühe und etwas Salat.
Yvy und Claudia wollten am Strand spazieren, ich setze mich an den Pool und
kühle meinen rechten Fuß.
Es ist sonnig und extrem windig. Das geht mir jetzt am
dritten vollen Tag hier wirklich auf den Geist. Wind, Wind Wind. Es ist schnell
ungemütlich in der Sonne, denn der Wind ist frisch. Was nützen 20 Grad, wenn es
gefühlte 14 sind?
Claudia und Yvy sind dann doch nicht am Strand gewesen,
sondern bei Kim auf der Wiese zwischen underen Unterkünften liegengeblieben. 15
Uhr sind Filmaufnahmen zur Laufstilanalyse vor dem Hotel angesetzt, wir haben
hier schon unseren Spaß, währende jeder einzeln an der Kamera des Trainers
einmal locker, einmal zügig vorbeilaufen muss.
Danach noch ein wenig Koordination an der „Leiter“ und an
der Treppe, schon ist der Trainingstag wieder vorbei. Das war jetzt der
entlastende, am Dienstag stehen 1000-Meter-Intervalle auf dem Plan, da geht es
wieder zur Sache.
Montag, 10. März 2014
Langsam geht es mir auf den Senkel....
Der zweite Morgen im Club Aldiana beginnt wie immer mit einem Frühstück in der Dämmerung. Der Wind scheint noch zugenommen zu haben, dazu ist es bewölkt. Mein rechter Knöchel hat leider die Nacht durchgeschmerzt, entsprechend steigt meine Laune. Nach opulentem Frühstück trifft sich die Gruppe 1.1, zu der auch ich gehöre, mit dem kompletten Trainerstab zum lockeren Morning Jogg. Das Ründchen von Freitag abend durch den schönen Park über 7,5 Kilmeter ist schnell erledigt, danach geht es sofort in den Gymnastikraum zum Stabi-Training. Wir aus der Dienstags-Runde sind ja lockere Sprüche unterhalb allen Niveaus gewohnt, für die anderen 30 war es wohl eher grenzwertig. Aber lustig auf alle Fälle.
Nachmittags dann die erste richtig böse Einheit. NAch viel zu kurzer Ruhepause die gefürchteten 12 x 300 Meter Bergsprints, diesmal mit allen Gruppen gleichzeiteig, nur eben, dass die GRuppen 3 und zwei schon nach 6 - 8 Mal fertig waren. Yvy versucht auch wieder etwas mitzulaufen, es scheint nach ihrer Zerrung vom Donnerstag ganz gut zu gelingen. Den vollen Berg schenkt sie sich natürlich vernünftigerweise.
Mir geht natürlich wieder mein Ehrgeiz durch.Den ersten absolviere ich in viel zun schnellen 1:06 und merke, dass ich es deutlich ruhiger angehen lassen müsste. Leider fühlt es sich bergab jeweils an, als drehe einer ein Messer in meinem rechten Sprunggelenk. Wieder unter, sofort wieder Antritt nach oben. Die Strecke konnte ma in drei Abschnitte einteilen. Der relativ flache Beginn bis zu einem gelben Schuttcontainer am Straßenrand, denn ein stetiger Anstieg bis zu einem Zebrastreifen und danach zum Abschluss noch einmal etwas steiler bis zum Verteilerkreis. Hier trifft eine dann auch noch der orkanartige Gegenwind. Jeweils ab dem Zebrastreifen wurde es ungemütlich, aber mein Fuß nimmt mir die kräftigen Abdrücke nicht so übel, wie das extrem lockere bergab traben. Nach drei Intervallen denkst Du Dir, dass ein Viertel schon geschafft ist. Nach vieren, dass ein Drittel jetzt hinter Dir liegt. Und wenn Du dann endlich 6 hast, hast Du mal gerade die Hälfte. Claudia hält sich sehr gut, wie ich im Gegenverkehr beobachten kann. Marc hat bereits ein Intervall Vorsprung, aber der spielt in einer anderen Liga. Und Jörg ist an mir vorbei, allerdings immer nur bergab, wo ich am meisten it meinem Sprunggelnk zu kämpfen habe. Schleifer Sven garniert die Einheit mit seinen gewohnt lockeren Sprüchen, ich bekomme wieder den ab, dass er schon Kontinente gesehen habe, die sich schneller bewegt hätten. Auch Helmut aus Gelnhausen muss sich als "Flachland.Frankfurter" aufziehen lassen. Nach dem achten denke ich an eine verfrühte Aufgabe. Mein Fuß böte mir die Ausrede, es doch bei 10 Intervallen zu belassen.
Aber ich weiß, wie sehr ich mich darüber ärgern würde, also ziehe ich Nummer 9, 10 und 11 natürlich auch noch durch. Und Nummer zwölf wird dann mit 1:13 sogar wieder richtig schnell. Ich habe es geschfft, auch Claudia hat es super durchgezogen und einige Herren ihrer Gruppe noch stehenlassen können. Ich habe höchsten Respekt vor meiner Frau, und das schreibe ich hier nicht, weil sie auch diesen Blog liest.
Auf dem Rückweg zum Hotel starten zwei nichtgenannte Laufkollegen einen spannenden Dialog über im Internet zu bestellende Masturbationshilfen für Fußfetischisten Das Thema sollte uns den Abend über verfolgen und für ausreichende Beanspruchung der Lachmuskulatur während des Abendessens sorgen. Vielleicht sollte ich mir auch so ein Ding bestellen und anstelle meines rechten Fußes anschrauben....

Aber davor hatten die Reiseveranstalter noch den Vortrag von Roman und Sven zum Thema Trainingslehre angesetzt. Ab 18 Uhr froren wir im eiskalten Konferenzraum und lauschten den Erläuterungen der Laktatkurven, den Aussagen diverser Diagramme aus der Spiroergometie und stellten fest, dass zwei Marathonläufe an einem Wochenende wohl eine suboptimale Nachbereitung des Trainingslagers wären. Zuvor gab es noch einen schönen Trailer zum Trainingslager, den ich Euch hier nicht vorenthalten möchte.
Nach Elf war dann auch in der Atlantik-Bar für uns Zapfenstreich. Mit ausreichend Diclofenac am Knöchel fiel ich schnell in einen Tiefschlaf. Mein Knöchel lässt mich diese Nacht in Ruhe....
http://youtu.be/Ta79KP-5WPs
Nachmittags dann die erste richtig böse Einheit. NAch viel zu kurzer Ruhepause die gefürchteten 12 x 300 Meter Bergsprints, diesmal mit allen Gruppen gleichzeiteig, nur eben, dass die GRuppen 3 und zwei schon nach 6 - 8 Mal fertig waren. Yvy versucht auch wieder etwas mitzulaufen, es scheint nach ihrer Zerrung vom Donnerstag ganz gut zu gelingen. Den vollen Berg schenkt sie sich natürlich vernünftigerweise.
Mir geht natürlich wieder mein Ehrgeiz durch.Den ersten absolviere ich in viel zun schnellen 1:06 und merke, dass ich es deutlich ruhiger angehen lassen müsste. Leider fühlt es sich bergab jeweils an, als drehe einer ein Messer in meinem rechten Sprunggelenk. Wieder unter, sofort wieder Antritt nach oben. Die Strecke konnte ma in drei Abschnitte einteilen. Der relativ flache Beginn bis zu einem gelben Schuttcontainer am Straßenrand, denn ein stetiger Anstieg bis zu einem Zebrastreifen und danach zum Abschluss noch einmal etwas steiler bis zum Verteilerkreis. Hier trifft eine dann auch noch der orkanartige Gegenwind. Jeweils ab dem Zebrastreifen wurde es ungemütlich, aber mein Fuß nimmt mir die kräftigen Abdrücke nicht so übel, wie das extrem lockere bergab traben. Nach drei Intervallen denkst Du Dir, dass ein Viertel schon geschafft ist. Nach vieren, dass ein Drittel jetzt hinter Dir liegt. Und wenn Du dann endlich 6 hast, hast Du mal gerade die Hälfte. Claudia hält sich sehr gut, wie ich im Gegenverkehr beobachten kann. Marc hat bereits ein Intervall Vorsprung, aber der spielt in einer anderen Liga. Und Jörg ist an mir vorbei, allerdings immer nur bergab, wo ich am meisten it meinem Sprunggelnk zu kämpfen habe. Schleifer Sven garniert die Einheit mit seinen gewohnt lockeren Sprüchen, ich bekomme wieder den ab, dass er schon Kontinente gesehen habe, die sich schneller bewegt hätten. Auch Helmut aus Gelnhausen muss sich als "Flachland.Frankfurter" aufziehen lassen. Nach dem achten denke ich an eine verfrühte Aufgabe. Mein Fuß böte mir die Ausrede, es doch bei 10 Intervallen zu belassen.
Aber ich weiß, wie sehr ich mich darüber ärgern würde, also ziehe ich Nummer 9, 10 und 11 natürlich auch noch durch. Und Nummer zwölf wird dann mit 1:13 sogar wieder richtig schnell. Ich habe es geschfft, auch Claudia hat es super durchgezogen und einige Herren ihrer Gruppe noch stehenlassen können. Ich habe höchsten Respekt vor meiner Frau, und das schreibe ich hier nicht, weil sie auch diesen Blog liest.
Nach Elf war dann auch in der Atlantik-Bar für uns Zapfenstreich. Mit ausreichend Diclofenac am Knöchel fiel ich schnell in einen Tiefschlaf. Mein Knöchel lässt mich diese Nacht in Ruhe....
http://youtu.be/Ta79KP-5WPs
Sonntag, 9. März 2014
gesteigerte Dauerläufe und Anschiss in der Sauna.....
Tag zwei verlief dann schon mal um 7 Uhr morgens unentspannt, da mein auf Hahnenschrei eingestellter Wecker uns nach 6 1/2 Stunden Schaf aus demselben riss. Das ist leider regelmäßig nötig, denn das opulente Frühstück beginnt um Acht und will bis zur ersten Trainingseinheit um 10 gesackt sein.
Die erste Einheit verlief dann recht unspektakulär mit einem lockeren Dauerlauf, teilweise auf der Strecke des Erkundungslaufes des ersten Abends. Der Rückweg am Strand entlang erwies sich dann gegen scharfen Wind und Sandstrahlgebläse etwas härter, einige Gymnastikübungen am Strand vor dem Hotel danach beförderten auch den leidigen Sand in ungeeignete Körperstellen.
Es ist immer so, dass einige beginnen, mit den Füßen zu scharren, weil es ihnen nicht schnell genug richtig losgehen kann. Aber Roman mahnt zur Besonnenheit, die Woche wird lang und die Einheiten schon von alleine härter. Zweifellos....
Um 12 Uhr dann Begrüßung im Konferenzraum. Jörg Bunert stellt sich und unsere beiden Dompteure Roman und Sven vor, es sind ja nur wenige da, die sich nicht von diversen Laufreisen oder der Ausdauerschule kennen. Helmut aus Gelnhausen ist einer von ihnen, er stellt sich kurz vor mit dem Laufziel "Halbmarathon unter 1:30" - selbst Schuld, damit ist er in Laufgruppe 1.1 eingereiht. Seine Partnerin macht es cleverer und wird in Gruppe 2 eingeteilt.
Beim anschließenden Mittagessen folgt die für mich schwierigste Übung. Vorbeigehen an all den leckeren Sachen,! Denn der Gedanke an meinen Magen während des um 16:00 Uhr folgenden gesteigerten Dauerlaufes bewahrt mich davor, mit Henning um in den Wettkampf um den Kalorienpokal anzutreten.
Die erste Einheit verlief dann recht unspektakulär mit einem lockeren Dauerlauf, teilweise auf der Strecke des Erkundungslaufes des ersten Abends. Der Rückweg am Strand entlang erwies sich dann gegen scharfen Wind und Sandstrahlgebläse etwas härter, einige Gymnastikübungen am Strand vor dem Hotel danach beförderten auch den leidigen Sand in ungeeignete Körperstellen.
Es ist immer so, dass einige beginnen, mit den Füßen zu scharren, weil es ihnen nicht schnell genug richtig losgehen kann. Aber Roman mahnt zur Besonnenheit, die Woche wird lang und die Einheiten schon von alleine härter. Zweifellos....
Um 12 Uhr dann Begrüßung im Konferenzraum. Jörg Bunert stellt sich und unsere beiden Dompteure Roman und Sven vor, es sind ja nur wenige da, die sich nicht von diversen Laufreisen oder der Ausdauerschule kennen. Helmut aus Gelnhausen ist einer von ihnen, er stellt sich kurz vor mit dem Laufziel "Halbmarathon unter 1:30" - selbst Schuld, damit ist er in Laufgruppe 1.1 eingereiht. Seine Partnerin macht es cleverer und wird in Gruppe 2 eingeteilt.
| Gespanntes Publikum.... |
| Jörg Bunert spricht, Schleifer-Sven hält sich dezent im Hintergrund |
Die Zeit des frühen Nachmittages vergeht allzu schnell in der Sonne der Pool-Terrasse, schon heißt es wieder umziehen und zum 80-Minuten-Lauf antreten. Claudia muss als Quotenfrau bei uns mit, ihre Quatschfreundin Yvy ist leider noch verletzt und kann nur ein wenig Spinning machen. Auch mein Fußgelenk macht mir immer noch massive Probleme, habe mich dieses Mal mit Diclofenac-Salbe präpariert. Los geht es über wenige, kaum befahrene Straßen in die andalusische Pampa. Der Untergrund erinnert mich an die Wege, die ich in den postings unserer Spitzenläufer aus Kenia gesehen habe.Für meinen Fuß ist das Gift, ich habe ziemliche Schmerzen. Der Wind ist hier zwischen den Pinien nicht so heftig, ich bereue schon, dass ich mein Langarm-Shirt angezogen habe. Es geht in relativ lockerer Pace weiter, während ich noch vergeblich nach Zebras und Elefanten ausschau halte, dann aus der savannenartigen Landschaft durch angesammelte Belege der spanischen Immobilienblase über Asphalt in Richtung einer wunderschönen Steilküste. Wir ziehen langsam an, Claudia kommt noch gut mit. Sie muss her mächtig Gas geben um mit zu halten, macht das aber prächtig.
Dann sind wir endlich am Leuchtturm oben auf der Steilküste angekommen, leider haben wir nicht viel Zeit, die Aussicht zu genießen, denn nun geht es die Schnurgerade Straße zum Hotel zurück, etwa 4-5 Kilometer sind noch zu absolvieren. Die Schmerzen in meinem Fuß haben sich weitgehend heraus gelaufen, allerdings hat es diesmal wieder rund 7 Kilometer gedauert. Und Schleifer-Sven gibt "Feuer frei", das Feld zieht sich sofort auseinander. Marc Böhme hat einen unbeachteten Moment genutzt und gibt richtig Gas, die Lücke von 150 Metern brauche ich nicht mehr zu zu laufen. Ist auch nicht mein Anspruch. Aber auch so sind nur noch Schleifer-Sven und Jörg bei mir. Jörg ist auch ein sehr guter Läufer, wie ich noch aus dem vergangenen Trainingslager in Portugal weiß. Auf der Kurzstrecke halte ich ihn nicht. Nach zwei Kilometern zeigt der Tacho 4:16er Pace, Jörg muss mal kurz rechts ran und schon bin ich alleine, denn auch der Trainer lässt sich nach hinten fallen.
Leider geht es nun berghoch, nicht viel, aber langgezogen und giftig. Und an jeder Hügelkuppe erwarte ich das Ende, leider dauert es ein wenig. So bin ich insgeheim erleichtert, als der Trainer von hinten ruft, ab nun sollen wir locker auf den Rest der Truppe warten. Jörg ist auch schon da und wir traben einige Runden um den Brunnen einer Hoteleinfahrt.
Claudia ist gut im Feld unterwegs, sieht aber ziemlich geschafft aus. kein Wunder, denn Garmin verrät mir nachher eine Gesamtdistanz von 15,5 km bei 5:10er Durchschnittspace...
Wieder im Hotel schnell mit den Beinen in den kalten Pool, dann in die Sauna. Dass Läufer sich da nicht zu benehmen wissen, erfährt die Aufguß-verantwortlichen Aldiana-Angestellte recht schnell, denn ein dummer Spruch folgt dem nächsten. Ob das Schwenken des Handtuches jetzt der neue Clubtanz wird, sei dahingestellt, jedenfalls flüchte ich , nachdem sie den Rest des Eimers auf dem Ofen gelehrt hat mit dem Gefühl eines frisch zubereiteten Hummers in den Außenbereich. Hier bringt uns dann die Aufgußdame Ananasscheiben an die Liegen und entschuldigt sich quasi dafür, uns eben ermahnt zu habe, aber man müsse ja auch Rücksicht auf die anderen Gäste nehemen. Gut, dass waren zwei Golfer aus der Ü-65-Klasse, die müssen eine Horde Läufer in der Holzklasse dann halt mal abkönnen.
Der Abend verlief dieses Mal nach der Völlerei beim Abendessen und einer mäßigen Take That/Robbie Williams-Show im Theater des Clubs recht schleppend. Am Vorabend schienen einige bereits ihr Pulver verschossen zu haben. Da ich mir auch noch in Ruhe den verschossenen Elfmeter von Klaas-Jan Huntelaar im Aktuellen Sportstudio ansehen wollte, war auch ich um halb zwölf verschwunden.
Leider kehrten die Schmerzen in meinem rechten Fuß wieder zurück, den ich selbst im Liegen gut merken konnte. Ich hoffe, der Fuß wird bald besser, denn die harten Einheiten kommen erst noch. Es kann doch nicht sein, dass mich nach der super Vorbereitung so ein Mist ausgerechnet im Trainingslager ausbremst!
Samstag, 8. März 2014
Erster Tag im Trainingslager
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| Trainingspläne gab es schon im Flugzeug |
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| Erste Schritte am Strand von Chiclana |
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| Aussicht beim Abendessen |
Über den Rest des Abends in der Bar möchte ich aus Gründen der Diskretion nicht viele Worte verlieren, jedenfalls drängte ich gegen Mitternacht zur Einkehr in die Falle, man war ja schließlich nicht zum Spaß hier....
http://youtu.be/YKb57r7JJSY
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| Live-Band an der Bar |
Donnerstag, 6. März 2014
In meinen Koffer packe ich......
Es ist soweit. Das Trainingslager steht vor der Tür. Claudia und ich hatten uns, nach dem Spass im vergangenen Jahr in Albufeira/Portugal wieder entschieden, das von Bunert-Sportreisen und der Ausdauerschule angebotene Trainingslager zu buchen und lieber einen preiswerten Sommerurlaub in den Bergen zu machen. Es geht in den Club Aldiana Andalusien nach Chiclana de la Fronterea an die rauhe Atlantikküste. Geleitet wird das Trainingslager von unseren Cheftrainern Roman und Schleifer-Sven, Lauflegende Jörg Bunert ist auch dabei und Marc von Bunert Essen komplettiert das auf in diesem Jahr auf über 34 Teilnehmer verdoppelte Feld der "Delinquenten".
Im letzten Jahr hatte ich nach der Woche Portugal 145 Wochenkilometer auf dem Tacho, davon allerdings freiwillige 20 mit Claudia auf den Single-Trail die Steilküste entlang an unserem "freien" Nachmittag. In diesem Jahr hat er wieder 120 Kilometer prophezeit. Täglich zwei Laufeinheiten, dazu Athletik- oder Stabi-Training, da wollen eine Menge Sportklamotten in den Koffer. Kurze Ärmel, lange Ärmer(vor dem Frühstück könnte es frisch sein).Und Schuhe. Und ein schickeres Outfit für den Abend soll ja auch nicht fehlen.... Die Fluggesellschaft erlaubt dankenswerterweise noch 23 KG.
Ach ja, die Dextro-Ausstattung an Pre- und Afterrun-Pulvern, Riegeln und einer Trinkflasche darf auch nicht fehlen. Und die Pulsuhr. Und täglich 3 x Unterwäsche. Und zwei Paar Laufsocken. Und eine Laufweste, wennn es mal sehr windig ist. Und Badehose, Schwimmbrille....Handtücher gibt es vom Club. Und meine Uhr, samt Ladegerät, das darf für die Handys ja auch nicht fehlen...
Hab ich alles? Nichts vergessen?
Wir müssen in Palma de Mallorca umsteigen. Das heißt, erhöhte Gefahr, ohne das eine oder ander Gepäckstück am Zielort anzukommen. Also Laufschuhe ins Handgepäck, ebenso eine kurze Laufhose und ein Laufshirt. Auch Uhr und Brustgurt, denn für einen Datenjunkie wie mich wäre deren Fehlen ein k.o-Schlag.
Letztlich werden wir wieder einmal ein Drittel nicht brauchen. Und je länger ich überlege, desto mehr fällt mir ein, was ich noch mitnehmen könnte....
So, und jetzt kann ich mich endlich meiner Flugangst widmen. Denn da ich stets der Überzeugung bin, dass wir sowieso einem beispiellosen Flugzeugunglück zum Opfer fallen werden und Starts und Landungen nur im Zustand der absoluten Todesangst erlebe, freut mich die Zwischenlandung auf Malle natürlich ganz besonders. Mir fällt da immer die Durchsage ein "wir bitten die Passagiere, während des Landeanfluges den linken Arm nach oben zu strecken, das erleichtert das Herausziehen aus den Trümmern". Also, warum mache ich mir solche Gedanken übers Packen?
In diesem Sinne - drückt mir die Daumen uns so Gott will gibt es ab Samstag an deser Stelle den Video-Blog!
Im letzten Jahr hatte ich nach der Woche Portugal 145 Wochenkilometer auf dem Tacho, davon allerdings freiwillige 20 mit Claudia auf den Single-Trail die Steilküste entlang an unserem "freien" Nachmittag. In diesem Jahr hat er wieder 120 Kilometer prophezeit. Täglich zwei Laufeinheiten, dazu Athletik- oder Stabi-Training, da wollen eine Menge Sportklamotten in den Koffer. Kurze Ärmel, lange Ärmer(vor dem Frühstück könnte es frisch sein).Und Schuhe. Und ein schickeres Outfit für den Abend soll ja auch nicht fehlen.... Die Fluggesellschaft erlaubt dankenswerterweise noch 23 KG.
Ach ja, die Dextro-Ausstattung an Pre- und Afterrun-Pulvern, Riegeln und einer Trinkflasche darf auch nicht fehlen. Und die Pulsuhr. Und täglich 3 x Unterwäsche. Und zwei Paar Laufsocken. Und eine Laufweste, wennn es mal sehr windig ist. Und Badehose, Schwimmbrille....Handtücher gibt es vom Club. Und meine Uhr, samt Ladegerät, das darf für die Handys ja auch nicht fehlen...
Hab ich alles? Nichts vergessen?
Wir müssen in Palma de Mallorca umsteigen. Das heißt, erhöhte Gefahr, ohne das eine oder ander Gepäckstück am Zielort anzukommen. Also Laufschuhe ins Handgepäck, ebenso eine kurze Laufhose und ein Laufshirt. Auch Uhr und Brustgurt, denn für einen Datenjunkie wie mich wäre deren Fehlen ein k.o-Schlag.
Letztlich werden wir wieder einmal ein Drittel nicht brauchen. Und je länger ich überlege, desto mehr fällt mir ein, was ich noch mitnehmen könnte....
So, und jetzt kann ich mich endlich meiner Flugangst widmen. Denn da ich stets der Überzeugung bin, dass wir sowieso einem beispiellosen Flugzeugunglück zum Opfer fallen werden und Starts und Landungen nur im Zustand der absoluten Todesangst erlebe, freut mich die Zwischenlandung auf Malle natürlich ganz besonders. Mir fällt da immer die Durchsage ein "wir bitten die Passagiere, während des Landeanfluges den linken Arm nach oben zu strecken, das erleichtert das Herausziehen aus den Trümmern". Also, warum mache ich mir solche Gedanken übers Packen?
In diesem Sinne - drückt mir die Daumen uns so Gott will gibt es ab Samstag an deser Stelle den Video-Blog!
Sonntag, 2. März 2014
Von "etwas mehr Struktur" und "sehr guten Schritten"
Am Freitag hatte ich frei. Und Claudias Laktatestergebnisse kamen als erstes per E-Mail an.
"Hallo
Claudia,
Die
Ergebnisse passen zu den vielen langen Läufen und Wettkämpfen.
Wenn
da wieder mehr kommen soll, dann brauchen wir wieder deutlich mehr Struktur!"
"Super Laktattest -schicke ich Dir später zu" waren die Worte der Facebook-Nachricht, die ich vom Trainer bekam. Leider kam dann außer der Aufforderung, noch mal kurz meine letzten Pulswerte rüberzuschicken, nix mehr.
Freitag dann also mal ne schöne sonnige Regenerationsrunde in knapper 6er Pace mit meiner Frau um den Lohheider See, Samstag war dann sogar lauffrei (igitt - das am Wochenende).
Und Samstag kam dann die Mail mit dem Laktattest. Er zeigt, vor allem in den Tempobereichen, eine deutliche Verbesserung zum April des Vorjahres und zur Spiroergometrie im November sowieso. Es scheint, als habe ich den Spagat zwischen Erholung und Aufbautraining wirklich gut hinbekommen.
"Hallo
Thomas,
![]() |
| 28.02.2014 |
![]() |
April 2013 am Ende der Marathon-Vorbereitung auf Düsseldorf
|
Gut ist die deutlich erkennbare Vergrößerung des GAT 1-Bereiches, die ja für Marathonläufer die größte Rolle spielt. Und das passt auch hervorragend zu meinem Tempo-Gefühl der beiden schnellen langen Läufe in Bertlich und mit dem Bunert-Running-Team an den letzten beiden Sonntagen. Die waren weit über meinem alten GAT 1-Wert von 138, fühlten sich aber sehr gut und noch steigerungsfähig an, so wie es in diesem Tempobereich auch sein muss.
Am Karnevalssonntag dann mein erster GAT-1-LAuf mit den neuen Werten. Voila, laufen lassen, 147er Pulsschnitt und 4:42er PAce über 80 Minuten. Es geht bei traumhaftem Wetter traumhaft weiter.
Jetzt aber herunterfahren für das Trainingslager in Chiclana de la Frontera/Andalusien! Denn da steht mir der Spagat zwischen ernsthaftem Training, Mengen guten Essens, ab und an auch mal einiger gepflegter Getränke, abendlicher Party und ernsthaftem Training bevor. Es wird ein Unterschied werden zu unserer eher leinen Gruppe im letzten Jahr in Portugal im "Rentnerhotel".....
Wir freuen uns drauf.
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